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Karotte & Co

Karotte

unbestritten der Klassiker unter dem Gemüse, und der vielfach empfohlene  Beikosteinstieg. Die Karotte schmeckt schön süß und macht eine schöne Hautfarbe.

Die Karotte wirkt stark stopfend – ideal bei häufigen dünnen Muttermilchstühlen und Durchfall. Außerdem hat sie fast keine Kalorien. Das bedeutet, mit Karotten-Mus gefütterte Babys brauchen eine komplette Brust- oder Flaschenmahlzeit hinterher. (Karotten aus dem Glas 100 g ca. 25 kcal.  zum Vergleich   Muttermilch 100 ml ca. 66 kcal)

Karotte ist nicht geeignet wenn:

als pure Beikost wenn die Babys unter festen Stühlen „leiden“ oder wenn  gestillte Babys oft tagelang kein Stuhl absetzen. Hier droht mit der Zufütterung von Karotte massive Verstopfung. Da die Karotte praktisch nicht sättigt, sollte sie auch nicht als „Milchersatz“ gegeben werden – sondern ausschließlich in der Kombination mit dieser.

Karotte ist bei „Hautkindern“ eingeschränkt empfohlen. Babys mit trockener geröteter Haut (Ekzeme) reagieren verhältnismäßig häufig auf die Karotte mit Verschlimmerung der Hautsymptome. (Neurodermitiker-Verbände berichten dieses) Nichtsdestotrotz wird die Karotte als erstes Gemüse auch bei allergisch veranlagten Kindern empfohlen!

Die gefürchtete erhöhte Allergenität der Karotte konnte bis zum heutigen Zeitpunkt bei den Kindern der MAS-Studie nicht beobachtet werden. (Prof. Bauer /MAS-Studie/ Veröffentlichung 12.2000 in Päd. Zeitung)

Löffelstart

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Wenn du dich für die Karotte als erste Beikost entschieden hast, fange mit 5 – 10 Löffelchen einmal täglich an. Danach einige Schluck Tee oder Wasser anbieten und dann Brust oder Flasche. Die Menge kann täglich gesteigert werden je nach dem wie dein Baby Interesse hat. Sollten Blähungen oder gar fester Stuhl (wie Hasenköttel) auftreten, die Karotten sofort absetzen. Deshalb fängt man mit kleinen Portionen an.

Nach einer Woche Karotte pur auf ein Gläschen Karotte-Kartoffel umsteigen. Achtung, auch hier sind die meisten Gläschen noch nicht kalorien- und nährstoffgerecht.

Soll die Gemüsemahlzeit eine Milchmahlzeit ersetzen sollten sie einen Brennwert von ca. 140 – 160 kcal haben.

Du kannst die Karotten-Kartoffel-Mahlzeit auch mit 1 EL Raps-, Sonnenblumen- oder Maiskeimöl anreichern und hast damit eine sättigende Mahlzeit.
Soll ein Baby dauerhaft fleischlos ernährt werden bitte unter Beikost II genau anschauen. Fleisch weglassen ist nicht die Alternative. Die Gemüsebreie müssen noch mit Flocken angereichert werden.

Möchtest Du frisch kochen, so empfehle ich den Kauf von saisonaler und regionaler BIO Ware vorzugsweise von Demeter oder Bioland. Denn ein Baby lagert alle Schadstoffe die sich in konventioneller Ware befinden ordentlich im eigenen Körper ein. Und es ist nicht einwandfrei geklärt, dass die angesammelten Schadstoffe unbedenklich sind.

Dampfgaren ist die beste Zubereitungsmethode. Siehe auch unter Beikost Mittagessen weitere Anleitungen zum selbstkochen.

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Weitere Mono-Gemüsesorten

  • Pastinaken pur (Bioland pro-biJo) 76 kcal / Glas deshalb 2 Teelöffel Raps- oder Sonnenblumenöl unterrühren ergibt dann ca. 140 kcal.
  • Kürbis fein (Bioland pro-biJo) = Kürbis und Vollkornreis und Sonnenblumenöl 133 kcal / Glas – es kann noch 1 Teelöffel Öl untergerührt werden (entspricht zusätzlichen 36 kcal)
  • Broccolicreme (Bioland pro-biJo) = Broccoli, Reisvollkornmehl, Sonnenblumenöl ergibt 100 kcal / Glas – es sollten noch 2 Teelöffel Öl zugesetzt werden um eine kaloriengerechte Mahlzeit zu haben.

stehen zur Einführung der Beikost zur Verfügung.

Erste Misch-Gemüse-Varianten

(Inhalte können sich ändern, bitte immer die Zutatenliste beachten)

  • Gemüseallerlei (Bioland pro-biJo) = Karotten, Pastinaken, Sellerie, Reisvollkornmehl und Sonnenblumenöl ergibt 107 kcal / Glas bitte noch 1 Teelöffel Öl zusetzen um die Mahlzeit kaloriengerecht zu bekommen.
  • Mischgemüse (Bioland pro-biJo) Karotten, Kartoffeln, Pastinaken, Fenchel. Es sollten noch 2 Teelöffel Öl zugesetzt werden um eine kaloriengerechte Mahlzeit zu haben.

Die genannten Varianten sind alle gluten- und milchfrei. Es wird kein Salz verwendet, somit bleibt der natürliche Geschmack der Rohstoffe erhalten.

Fleisch

darf schon im ersten Lebenshalbjahr gefüttert werden, du kannst dir aber auch Zeit lassen bis zum 6. Monat.

Es gibt Fleisch-Gläschen von diversen Herstellern – Achtung diese sind meistens mit diversen Gewürzen und Salz angereichert. Ein Fleisch-Gläschen reicht für 2 – 3 Tage – es wird jeweils ein Teil mit einem sauberen Löffel entnommen – Restglas fest verschließen und sofort in den Kühlschrank. Die Gemüsegläschen mit dem Fleisch verrühren im Wasserbad vorsichtig erwärmen oder bei niedriger Temperatur in der Mikrowelle. Frisch erwärmt füttern. Nach einer Woche kann die Variante gewechselt werden.

Bioland Varianten mit Fleisch

  • Karottenmus mit Hühnchen zusammengesetzt aus Karotte, Kartoffel, Hühnerfleisch (8%) Sonnenblumenöl, Petersilie, Liebstöckel, Basilikum – bitte 1 Teelöffel Öl zusetzen um die Mahlzeit noch kaloriengerechter zu machen.
  • Gemüse mit Pute zusammengesetzt aus Karotte, Erbsen, Putenfleisch (8%), Sonnenblumenöl, Petersilie, Liebstöckel, Basilikum – bitte 1 Teelöffel Öl zusetzen um die Mahlzeit  kaloriengerecht zu machen.

Auf Nudeln würde ich die ersten Wochen verzichten, da sie zum einen Weizenbasis sind (d. h. glutenhaltig – mehr über Getreide unter Milchbreie) und keinerlei Vorteile gegenüber der Kartoffel haben.

Tipp & Tricks

Lästige Karottenflecken bekommt man wieder aus der Wäsche mit viel Sonnenlicht. Das frisch gewaschene, noch feuchte Wäschestück in die Sonne legen. Der Farbstoff Carotin bleicht durch das Sonnenlicht wieder aus. In den sonnenarmen Wintermonaten eignet sich flüssige Gallseife.

Infos zum selbst kochen unter Beikost Gemüse-Kartoffel-Fleisch

Noch Fragen

Wenn es noch Fragen gibt, hast Du die Möglichkeit in meinem Ernährungsforum bei http://www.schnullerfamilie.de nach zu sehen. Entweder es hat vor dir schon Jemand die Frage gestellt – und Du findest bereits eine Antwort, oder Du stellst nach der Anmeldung deine Frage und bekommst Auskunft. Das ist ein kostenloser Service – bitte zunächst hier informieren.

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5 5 Kommentare

  1. Hallo.
    Meine Kleine ist jetzt fast 17 Wochen alt. Sie lutscht und beißt ununterbrochen an ihren Fäustchen und sabbert ohne Ende. Wenn wir essen schreit sie oft oder sieht, unter sabbern, interessiert zu.
    Deshalb habe ich heute das erste mal gefüttert. Allerdings Zuchini. Ich hab gesehen,dass es die nach dem 4. Monat im Gläschen gibt und da die im Moment im Garten sprießen, hab ich die gedünstet und ausprobiert. Kamen auch gut an.
    Sind Zuchini zum Anfang nicht geeignet?

  2. Hallo Ute,
    hätte da mal ne frage meine Tochter war am 27.05.2011 4 Monate, der Kinderarzt hat gesagt ich soll schön langsam mit der Beikost anfangen! Die kleine schaut mir jeden Löffel nach, und würde am liebsten ihre Hand essen. Sie hat seit Geburt an nur jeden 2. Tag Stuhlgang, hab Karotte probiert dannach warens schon 3 Tage und festerer Stuhl. Kannst du mir weiterhelfen mit was soll ich am besten anfang als Beikost, nachdem sie immer festeren Stuhl hat???
    Danke u. Liebe Grüße

    Andrea

    • Hallo Andrea,
      schau mal den ganzen Beikosteinführungsbereich durch – ich meine unter Entwicklung habe ich die Unterschiede beschrieben wann welche Beikostform am günstigsten ist. Es kommt auch auf die Gewichtsentwicklung an.
      Fröhliches Löffeln wünscht Ute

  1. Pingback: Anonymous

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