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Wachstumsschub

 

Wachstumsschübe der Babys begleiten uns über das ganze erste Lebensjahr und natürlich in bestimmten Abständen darüber hinaus. Hier geht es nun um das 1. Lebensjahr.

Bei Termin geborenen Babys kann man fast „die Uhr danach stellen“ – denn Wachstumsschübe gehen immer mit Entwicklungsschüben einher. Bei manchen Babys sind sie gleichzeitig, bei anderen Kindern sind sie leicht Zeit versetzt – also erst Mehrbedarf (mehr Hunger) und dann der Wachstumsschub.

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Die ersten 6 Lebenswochen
werden auch die Neugeborenenphase genannt. In dieser Zeit sollten Eltern keinen Rhythmus beim Kind erwarten. Wachen, schlafen, trinken, es kann jeden Tag anders sein. Mal im Zweistunden-Takt, dann wieder Stundenlange Pausen, und am nächsten Tag ist alles wieder anders.

  • Gestillte Babys sollten nach Bedarf (bei Hunger) an die Brust gelegt werden – denn die „Nachfrage regelt die Milchproduktion“; das kann auch im Zweistunden-Takt sein; bereits in dieser Phase würde ich empfehlen darauf zu achten, dass „Nuckeln“ an der Brust nicht mit kräftigem Saugen bei Hunger zu verwechseln.
  • Flaschenbabys sollten möglichst eine prebiotische Pre Nahrung bekommen – für diese Nahrung gilt ebenfalls sie darf völlig nach Bedarf gefüttert werden. Packungsangaben sind zur Orientierung da. Die Dosierung muss eingehalten werden (also Wasser : Pulver) aber die Häufigkeit der Mahlzeiten bestimmt das Baby. Zwei Stunden zwischen den MZ sind o.k. – längere Abstände natürlich möglich. Und nicht jedes „Suchen“ oder jede Lautäußerung sind Hungersignale.
  • Nuckelbedürfnisse sind völlig normal bei Säuglingen. Weder Brust noch Milch- oder Teeflasche sollten als Schnuller-Ersatz dienen. Nuckeln ist wichtig, dafür gibt es das Händchen, den Schnuller oder ein kleines Schmuseteilchen. Hier beginnt bereits der Schutz vor Karies und vor vermeidbaren Schrei-Aktionen wenn ein Kind nicht mehr in den Schlaf gestillt, gefüttert werden soll.

Wichtiger Tipp: Die kurzen Wachphasen nutzen und immer wieder das Baby in Bauchlage ablegen, das trainiert die Rücken-, Nacken- und Armmuskulatur. So lernt das Neugeborene von Anfang an sein Köpfchen zu halten und aus dieser Lage spazieren zu gucken.

Baby aufs Sofa legen, Mama oder Papa auf den Fußboden davor – schon hebt das Kind sein (schweres) Köpfchen und guckt in das liebste Gesicht der ganzen Welt. Schläft das Baby während dem Spazierengucken ein, einfach auf die Seite oder den Rücken drehen zum weiter schlafen.

8. Lebenswoche

Zu diesem Zeitpunkt findet meist der erste spürbare Wachstumsschub statt. Die Babys verkürzen die Abstände zwischen den Mahlzeiten, sind mit der angebotenen Trinkmenge nicht mehr zufrieden – verlangen nach mehr.

  • Stillbabys werden häufiger angelegt, dürfen auch länger saugen – so wird die Milchproduktion angeregt. Stillende sollten ihren Aktionismus in dieser Zeit bremsen, Haushalt bleibt liegen!, reichlich Essen und Trinken; und für Tages-Schläfchen sorgen; siehe auch unter Stillende nach.
  • Hält die „Hungerphase“ über 5 Tage an bitte unter Zwiemilch nachlesen
  • Flaschenbabys bekommen einfach mehr zu trinken –> evtl. unter Pre1 weiter lesen.

12./13. Woche (3. Monat)

Die schläfrige Babyphase ist nun endgültig vorbei, das Baby braucht mehr Beschäftigung, geübte Bauchlieger können sich jetzt schon wenige Minuten mit dem angucken von einzelnen kleinen Spielsachen alleine beschäftigen. Der Kopf wird ordentlich in die Höhe gereckt – so braucht das Baby nicht ständig Mamas Arm um die Wohnung zu entdecken. Evtl. im Stubenwagen hinterher ziehen – so kann Baby stets gucken was Mama so treibt :o)

Es ist das Alter des Sozialen Lächelns. Alle Menschen, welche das Baby freundlich anschauen oder ansprechen, werden mit einem hinreißenden Lächeln belohnt.

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Stillbabys verlangen wieder häufiger die Brust, die längere Nachtschlafphase ist kurzfristig vorbei. Stillende sollten wieder ein großes Augenmerk auf den eigenen Speiseplan legen – 600 kcal plus ist nach wie vor angesagt. Nach 3 – 5 Tagen hat sich die Milchproduktion angepasst und es wird sich wieder ein Rhythmus einpendeln. Info zur Ernährung in der Stillzeit.
Flaschenbabys dürfen immerhin zwischen 800 und max. 1000 ml in 24 Stunden trinken. Wenn es mal einen Tag über die 1000er Hürde geht – kein Problem. Auch das pendelt sich nach wenigen Tagen wieder ein. Evtl. ist eine Umstellung auf eine 1er Milch jetzt richtig.

Mein Tipp: Achte darauf, dass Dein Baby möglichst oft im wachen Zustand ins Bettchen gelegt wird zum schlafen. Babys finden das Bettchen auch als Spielstätte gemütlich. So beugst Du Einschlaf- und Durchschlafprobleme in den nächsten Monaten vor.

17./18. Woche (Übergang 4. zu 5. Monat)

Das Baby wird immer neugieriger auf seine Umwelt. Es quietscht und freut sich lautstark. Es greift in der Bauchlage mit einer Hand nach einem Spielzeug, zieht es heran und stopft es in den (tropfenden) Mund. Der Speichel läuft und läuft …… siehe auch Entwicklung

Tatsächlich gibt es Säuglinge die in der letzten Zeit schon durchgeschlafen haben, und plötzlich in der Nacht wieder kommen. Hunger! Andere haben zwar noch nie durchgeschlafen, kommen jetzt aber in noch kürzeren Abständen …. Die Gewichtsentwicklung sollte nach wie vor 150 – 200 g die Woche betragen.

  • Stillkinder werden nach Bedarf häufiger angelegt; nach einigen Tagen sollte sich der vorangegangene Rhythmus wieder eingependelt haben. Wenn nicht, sollte über die Beikost-Einführung nachgedacht werden. Ungestillter Hunger ist ein schlechter Zeitgenosse. Siehe auch im Kapitel Entwicklung .
  • Flaschenkinder bekommen mehr pro Mahlzeit oder eine Flasche zusätzlich – ganz nach Bedarf. Sollte die 1000 ml Grenze erreicht bzw. ständig überschritten werden, dann mit dem Kinderarzt die Möglichkeit prüfen ob bereits eine Folgemilch 2 eingeführt werden kann. Bei hohen Trinkmengen macht das durchaus Sinn.
  • Über die Beikost-Einführung darf nachgedacht werden. Mit 17 Wochen ist der früheste Zeitpunkt erreicht. Bitte dazu unbedingt die Rubrik Entwicklung lesen sowie Beikost I ! Neu ist, dass die zeitige Beikosteinführung positiv ist auf Babys Entwicklung, Gesundheit und Allergieprophylaxe.

Werbung – Geheimtipp:   „Traumküsschen“ eine wunderschöne Schlafmusik entdeckt bei Schlaflieder.com. Folge dem Link und höre rein in die Musik. Während dem Abendritual kann die CD im Hintergrund leise abgespielt werden. Kurz vor dem letzten Lied sollte das Einschlafritual beendet sein und die Eltern das einschlafende Baby/Kind alleine lassen. So kann es sanft und entspannt in den Schlaf gleiten.

22. Lebenswoche (beginnender 6. Monat)

Aufmerksam verfolgen Babys das Geschehen um sich herum. Zeigen Freude, zeigen Ärger, sind neugierig und können toll spielen in der Bauchlage – so sie es gewöhnt sind. Die Neugierde auf Mamas Essen wird immer größer.

Stillkinder sollten nach wie vor einen zufriedenen Eindruck machen, gut zunehmen und nachts ein wenig längere Stillpausen haben als am Tag.  Bitte die (Nahrungs) Bedürfnisse des Babys (beobachten Entwicklung) nie aus den Augen verlieren.
Flaschenbabys können nach wie vor ausschließlich mit Babynahrung zufrieden sein aber auch hier gilt, die frühe Beikosteinführung macht Sinn.

Tipp: Babys die normalerweise an Brust oder Flasche (regelmäßig) einschlafen reagieren ab diesem Alter meist mit Durchschlafproblemen. Mama wird gerufen – und Baby beruhigt sich erst wieder auf dem Arm, der Teeflasche oder an der Brust. Hilfe beim Link.

8. Monat

Das Baby erobert allmählich die Wohnung. Bauchlieger wippeln schon eine Weile auf den Knien – und haben sich evtl. schon auf die „Krabbelbeine“ gemacht. Untrainierte Babys haben es jetzt schwerer – die Muskulatur will eben trainiert sein. Spielen ist wie arbeiten … und kostet Kalorien.

  • Alle Kinder benötigen jetzt 4 – 5 Mahlzeiten á 200 – 240ml/g davon 1 Brust- oder Flaschenmahlzeit morgens, ein kaloriengerechtes Mittagessen (ca. 150 kcal), den Obst-Getreide-Fett-Brei, einen Milchgetreidebrei und evtl. für die superhungrigen noch eine Brust- oder Flaschenmahlzeit zur Nacht.
  • Nachtmahlzeiten sollten der Vergangenheit angehören. Die Zähne sind teilweise da – die Mundhöhle braucht mehrere Stunden um sich zu neutralisieren – deshalb keine Milchmahlzeiten ab dem Abend bis zu den frühen Morgenstunden im Idealfall. Zahnpflege

10. Monat

Im Übergang zur Familienkost, findet manchmal eine Breiverweigerung statt. Damit rutschen Babys gern in eine kalorische Unterversorgung – was sich prompt bemerkbar macht in unruhigen, hungrigen Nächte. Beikost II kann hier mehr Infos bieten.

Der Wachstumsschub ins eigenständige Alter! Sättigende 3er Nahrungen Infos hier.

  • Die oben genannten Mahlzeiten sind nach wie vor wichtig und richtig!
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Zum 1. Geburtstag, spätestens mit dem Laufen lernen

ist der nächste Wachstums- und Entwicklungsschub. Wobei in dieser Phase sich bei manchen Kindern eine Essverweigerung als Begleitung breit macht. Das Motto „keine Zeit zum Essen“. Dafür kommt dann einige Wochen später eine „Fressphase“ …. diesen „Attacken“ sollte ruhig nachgegeben werden. Allerdings nicht mit Keks & Co. sondern mit großzügigen Hauptmahlzeiten und sinnvollen Zwischenmahlzeiten wie Obst, Rohkost oder auch mal einem Vollkornkeks.

Herzlichen Glückwunsch, Du hast kein Baby mehr …. jetzt geht es los mit dem aufregenden Kleinkindalter :o)

Der 1. Geburtstag ein besonderes Fest und natürlich gebe ich auch für dieses Fest gerne Anregungen!

Neuigkeiten zur Ernährung rund um die Familie

Über die Seite „Kunterbunte Familienküche“ bei facebook werde ich regelmäßig Neuigkeiten rund um die Familienernährung veröffentlichen. Es wird dort über das Babyernährungsalter hinaus Informationen und Updates geben. Einfach „gefällt mir“ klicken und alle interessanten Infos, rund um die Familienkost, erhalten.

Ute

Bildquelle: shutterstock – © Pressmaster

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2 2 Kommentare

  1. Ich finde auch ein kleines Beauty Programm während der Wachstumsschübe hilfreich (Haarkur, Gesichtsmaske, Maniküre, etc.). Wenn man sich schon fühlt wie der Tod auf Latschen, dann will man ja nicht auch noch so aussehen 🙂

    Mir hat das immer über die müden Tage geholfen!

    PS: Das ist eine super Seite! Leider entdeckte ich sie erst beim 3. Kind….

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