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Stillen


Muttermilch ist die optimale Ernährung für unsere Säuglinge. Wunderbar ist es, wenn das Stillen klappt, aber auch über den Umweg Sonde oder Flasche – bei z.B.  Frühgeborenen – ist Muttermilch nicht zu toppen. Muttermilchernährung bietet dem Kind eine günstige Grundlage für eine unbeeinträchtigte Entwicklung von Körper und Geist entsprechend seinem genetischen Potential. Für diesen günstigen Einfluss auf die Gesundheit sind viele, sich teilweise ergänzende, Substanzen in der Muttermilch verantwortlich. Stillen ist schön, wenn wir Mütter bereit sind „einfach zu Stillen“. Ohne wenn und aber, ohne den Fokus auf die vielen Vorteile die weiter unten der Vollständigkeit halber aufgeführt werden.

Stillen ist lieben. Hingabe.

[asa]3981209354[/asa] Wir geben uns dem Baby, der Situation vollkommen hin. In dem wir unserem Baby die Brust reichen verschmelzen wir miteinander. Wir Mütter dürfen uns zärtlichen und liebevollen Blickes ganz der Situation widmen. Beobachten wie unser Kind ruhig und gelassen Schluck für Schluck in sich aufnimmt, mehr und mehr entspannt, bis es wohl gesättigt die Brustwarze loslässt und zufrieden lächelt. Oder energisch die nächste Brust einfordert. Unser Kind folgt ganz und gar seinem natürlichen Hungertrieb. Es lässt nicht locker, bis es hat was es braucht. Und in dem wir uns hingeben, fließt es. Je mehr wir Teil dieser Einheit Still-Mutter-Kind sind, desto besser wird es fließen. Je mehr Vertrauen wir in unseren Körper und in die Natur haben, desto leichter kommen wir „in Fluss“. Wir müssen nichts Tun, wir dürfen nur Sein. Unser Organismus ist wunderbar eingerichtet. Die natürlichen, hormonellen Einflüsse brauchen keine Erinnerung, keine Aufmerksamkeit. Wir brauchen nur ganz und gar bei uns und unserem Baby bleiben. Es anschauen, schnuppern, streicheln, genießen und alles fließt alleine. Es bedarf keiner Anstrengung, keiner Vorsorge, die Natur hat für alles gesorgt. Wir lassen zu, dass Mann (oder Mutter) uns umsorgt damit wir uns von der Geburt und den letzten anstrengenden Schwangerschaftswochen erholen können. Wir lassen uns umsorgen, das Essen reichen und lassen die „Hausaufgaben“ los. Genießen, schnuppern, wohlfühlen mit unserem kleinen Sonnenschein. Liebevoller Annäherung, Begrüßung. Stundenlang, tagelang. Nur unterbrochen von Schlaf und nährenden eigenen Mahlzeiten und Dingen die uns gut tun. Achtsam mit uns umgehen, dürfen wir Mütter spätestens jetzt lernen. Was tut mir gut, wer tut mir gut, was bringt mich in Unruhe? Sich heraus nehmen aus Alltagsgeschehen. Wochenbett – die Phase der Erholung und Umstellung. Auf einen neuen Lebensabschnitt. Paar mit Kind oder plötzlich Großfamilie? Vielleicht auch Alleinerziehend. Egal wie, es braucht Zeit. „Gott hat uns Zeit geschenkt, von Eile hat er nichts gesagt.“ Unser Kind wird älter. Die Bedürfnisse ändern sich. Mehr Spiel, mehr Ansprache, veränderte Schlafzeiten. Und wieder die „in sich ruhende Mutter“ wird intensiv gebraucht. Umstellungszeiten aus der Kraft der Ruhe und Gelassenheit geht alles leicht. Flexibilität und Spontanität sind gute Begleiter. Sich heraus nehmen aus dem Alltäglichen, eintauchen mit dem Kind immer wieder in die besondere Zeit. Stillzeit. Mutter, werde still. In dir und dann aus dir heraus. Stille tut so gut. Entspannt. Stille dein Kind, dein Kind stillt dich – wenn Du es zulässt. Es schenkt dir Augenblicke, Momente, Seeligkeit, Glück – wenn Du es zulässt. Spürst Du es?

Dein Kind lehrt Dich. Vertraue.

Es spricht mit Dir über alle Sinne – sieh hin, fühle hin, höre hin und spüre. Es weiß ganz genau was richtig ist. Seine Erfahrungen sind noch rein und klar und voller Vertrauen. Es weiß was Jetzt richtig ist. Du weißt es eines Tages, wenn es zur Brustmilch noch eine andere Nahrung möchte. Du spürst es, vielleicht mit etwas Wehmut. Vergänglich ist gestern. Jetzt spielt das Leben. Morgen ist noch weit. Freue Dich an der Neugierde, dem Wissensdurst, der Erfahrenswelt Deines Kindes. Es ist das Beste was Dir passieren kann. Folge ihm und es wird richtig sein. Folge deinem Herzen, es weiß was das Wichtigste ist. Vertraue Dir, deinem Kind, dem natürlichen Lauf der Dinge. Liebe lässt frei, fließt frei, hält nicht fest.

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Du kannst weiter lesen und noch mehr zum Stillen erfahren. Prüfe stets, bei allem was Du liest, ob dein Verstand oder dein Herz angesprochen werden. Ob dein Vertrauen oder deine Angst mit Wissen gefüttert wird. Das Kind findet seinen Weg an die Brust ganz natürlich. Die Milch kommt in Fluss ganz natürlich. Die Kommunikation zwischen Dir und deinem Kind läuft ganz natürlich. Widerstände sind in Dir, Ego ist in Dir, diese wollen ebenfalls gefüttert werden. Achte auf deine „Kost“, was nimmst Du zu Dir? Dient es dem Stillen auf liebevolle Weise? Nährt es Befürchtungen? Du hast die Wahl – zu jedem Zeitpunkt deines Lebens entscheidest Du was Du denkst, sprichst, lebst. Vertraue auf die natürlichen Abläufe und auf die Liebe und Zärtlichkeit die zwischen Dir und deinem Kind alles fließen lässt. Einfach so. Ute

Vorzüge des Stillens

  • Stillen ist praktisch
  • Stillen ist günstig – kostet nichts
  • Muttermilch ist wohltemperiert und an den Bedarf jederzeit angepasst
  • Stillen/Muttermilch schützt vor Krankheiten/Infektionen
  • Stillen, dieser von der Natur vorgesehene Saugvorgang, ist optimal für die Entwicklung der Zungen-, Gaumen- und Gesichtsmuskulatur.
  • Muttermilch entspricht optimal den Bedürfnissen und Verdauungskapazitäten des Kindes
  • die optimale Eiweißstruktur für das Wachstum des Babys. Eine Verdoppelung des Körpergewichts wird mit „nur“ Muttermilch innerhalb der ersten 4 – 5 Monate erreicht.
  • Immunglobuline zählen ebenfalls zum Eiweiß – werden allerdings nicht zum Körperaufbau sondern zum Immunschutz gebraucht. Eine von vielen  unnachahmlichen Vorteilen der natürlichen Muttermilch, welche das Baby im besonderen Maße schützen.
  • Der Fettgehalt in der Muttermilch ist sehr hoch und steigt im Laufe der Laktationsphase noch an. Das entspricht dem Bedarf des Kindes nach mehr Kalorien. Bei optimaler mütterlicher Ernährung enthält sieeinen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, der Linolsäure und Linolensäure
  • Die hoch gelobten LCP´s (insbesondere Arachidonsäure und Decosahexansäure) sind in einem kleinen, entscheidenden Prozentsatz in der Frauenmilch vertreten, reichern sich im Zentralnervensystem an und beeinflussen in den ersten Lebensmonaten seine Entwicklung günstig. Der Gehalt der LCPs ist in Schwangerschaft und Stillzeit durch den Verzehr von fetthaltigem Fisch wie Makrele positiv zu beeinflussen. Auch hier kann die Mutter über die ausgewogene Ernährung verstärkt positive Effekte beim Baby erreichen.Im Kohlenhydratbereich besteht die Muttermilch zu 90 % aus Laktose. Hier wird vielfach in der Elternliteratur fälschlicherweise von 100 % gesprochen.
  • Oligosaccharide sind die verbleibenden 10 %. Es gibt derer 130 verschiedene identifizierte Varianten. Sie werden, wie Ballaststoffe, im Dünndarm nicht verdaut und von den Bakterien im Dickdarm fermentiert. Sie stellen u. a. das „Futter“ für die optimale Bifidusbakterienflora dar, beeinflussen sichtbar den weichen Stuhlgang, der für Muttermilchernährung typisch ist und schützen das Baby vor Infektionen. Prebiotische Ballaststoffe.

Stillen und Allergieprävention 2011

[asa]B000OKPGBE[/asa] Ein Schutz vor Allergien wird diskutiert – leider steigen trotz Zunahme der Stillraten in unseren Breiten die Allergien an – deshalb wird im Moment empfohlen dass vor allem Kinder, die einen oder mehr Verwandte ersten Grades mit atopischen Krankheiten haben, vier bis sechs Monate voll gestillt werden sollten. Beikost aus wenigen Zutaten sollte schrittweise eingeführt werden.

2011 – die Empfehlung wird auf 4 Monate ausschließlich Stillen zurückgenommen. Nach dem 4. Monat sollte die Beikosteinführung beginnen. Siehe folgenden Link. Und wieder mahne ich zur Vorsicht. Bitte kein Dogmatismus. Weder 6 Monate voll stillen noch unbedingt mit 4 Monaten zufüttern ist richtig. Unsere kleinen individuellen Babys signalisieren selbst wann sie soweit sind. Und jedes Kind is(s)t anders. Wir sollten immer den Blick auf den Bedürfnissen des Kindes haben. Dogmatismus ist nicht angebracht.

Eine Veröffentlichung vom 17.01.2011 bei Zeit online mit aktuellen Empfehlungen zur Stilldauer und Breieinführung.
Und hier eine Studienergebnis 8/2011 zu Stillen und Ekzemprävention aus dem Ärzteblatt.

Ich blicke auf über 20 Jahre Beratung in der Babyernährung zurück, seit dem Jahr 2000 auch hier über babyernaehrung.de und habe viele offiziellen Empfehlungen kommen und gehen gesehen. Heute kann ich behaupten, ich habe für viele meiner bodenständigen, durchdachten und babybezogenen Aussagen und eigenen Empfehlungen „Prügel bezogen“. Ich habe daran festgehalten,

die Natur ist ein wunderbares Beobachtungsobjekt. Sie ist unser Lehrer.

Und die aktuellen Veröffentlichungen die aus Studien resultieren bestätigen meine Haltung, meine jahrzehntelange Empfehlung. Wer sich nach meinen Aussagen, meinen Beobachtungen orientiert hat in der Vergangenheit, lag also im Trend von 2011 😉  und dabei hatte ich immer nur eines im Auge. Das gesunde Gedeihen des Babys und einen natürlichen und hoffnungsfrohen Umgang mit seinen Bedürfnissen. Die Natur behält am Ende immer Recht. Wir sollten klug genug sein sie zu würdigen und respektieren.

Und noch ein Artikel hier kurz und übersichtlich zusammengefasst. Ute 2008: Ausschließlich Stillen nach dem 6. Monat hat für die Allergieprophylaxe keinen Vorteil – zwei neuere Studien (GINI und eine englische Studie) haben ergeben, dass Babys über den 6. Monat hinaus ausschließlich gestillt sogar ein leicht erhöhtes Allergierisiko haben; Muttermilch bleibt im zweiten Lebenshalbjahr die wichtigste Milchquelle!

Nebenwirkung Allergieprophylaxe ~ ein Rückblick?

Wir blicken Ende 2008 auf viele Jahre Stillerfahrung von allergiegefährdeten Säuglingen zurück. Trotz der umfangreichen und aufklärerischen „Stillpropaganda“ gibt es keine Meldungen zum Rückgang von Allergien. Aber es gibt viele Frauen die monatelang „durchgehalten“ haben um z.B. die „wichtigen 6 Monate“ zu erfüllen. Es bleibt ein Beigeschmack des „ich habe mich aufgeopfert und verzichtet“. Wer bitte möchte gerne von seiner Mutter hören „wegen Dir habe ich auf dieses oder jenes verzichtet“. Ich habe mit vielen Frauen persönlich gesprochen, viele Mails beantwortet, zum Thema Stillen, Beikosteinführung und Allergie. Es ist auffallend, dass alle Mütter zum langen Stillen die Rechtfertigung „wir haben Allergien in der Familie“ genommen haben. Das Stillen rechtfertigen gibt es in zwei Qualitäten. Zum einen eben bei Langzeitstillenden und bei Frauen die abgestillt haben. Wer lange stillt oder kurz bzw. gar nicht stillt, hat das Gefühl sich rechtfertigen zu müssen. Das zeigt mir auch viel zur Stillmotiviation. Sehr häufig ist die Stillmotivation aufgebaut über Pflichten – dem Kinde ja nichts Gutes vorzuenthalten. Dazu die sachlich guten Argumente für die Gesundheit von Mutter und Kind und schon hat Frau ein schlechtes Gewissen wenn sie es anders macht. Freude am Stillen? Einfach aus Freude dem Kind die Brust geben? Nein, das muss in unseren Breiten schon mit gutem Grund gemacht werden. Freude ist doch kein Grund! Das ist höchstens eine Nebengabe 😉 Stillmamas hört auf euch zu rechtfertigen – genießt stattdessen die Stillzeit!

Das Wort „Allergieprophylaxe“ transportiert eine Pflicht. Nimmt speziell die Mütter in die Pflicht dafür Sorge zu tragen dass dem Kinde nur gute Muttermilch dargereicht wird. Diese permanente Erinnerung „wir haben Allergien“ hält tatsächlich die Allergien in der Familie [sam id=“1″ name=“AdSense Medium Rectangle“ codes=“true“]lebendig. Es ist immer Thema.

Wer an Allergien glaubt, wird sie bekommen. Eine kleine Weisheitsgeschichte übertragbar auf alle Lebensbereiche.

Zwei Mütter mit ihren Kindern treffen sich auf dem Spielplatz. Beide Kinder stürmen freudig auf das Klettergerüst. Die eine Mutter ermutigt ihr Kind, die andere Mutter ruft besorgt „halte dich gut fest, pass auf dass du nicht runterfällst, Achtung, aufpassen ….“. Da fällt ein Kind und schreit. Welche Mutter springt los zu ihrem Kind? Richtig die Angst der Mutter überträgt sich auf das Kind, es fällt. Und wer hatte Recht. Die Mutter -sie sah es schließlich voraus.

Siehst Du dein Kind bereits mit Heuschnupfen? Hast Du es schon immer gewusst dass es sowieso Allergiker wird? Noch mehr Infos unter Allergieprophylaxe. Es bleibt unumstritten dass Muttermilch einen positiven Einfluss auf die Gesundheit des Babys hat. Darüber gibt es keine Zweifel! Und Stillen sollte man nicht nur weil Allergien in der Familie bestehen 🙂

Gespaltene Gefühle Das Stillbuch für besondere Kinder Erschienen als Elternratgeber wenn das Baby mit einer Lippen-, Kiefer- oder/und Gaumenspalte geboren wurde. Es ist ein sehr anschauliches Buch welches alle Fragen rund um das Leben mit Spaltkindern beschreibt. Ein Begleiter für die ganze Familie, aber auch absolut lesenswert als Fortbildung für betreuende Hebammen, Kinderärzte, Kinderkrankenschwestern …… Auch Fachleute können aus diesem Buch sehr viel Lernen – nicht nur im Umgang mit den Eltern von Spaltkindern. Dabei ist das Buch sehr verständlich geschrieben. Neben den psychologischen Aspekten und therapeutischen Maßnahmen wird vor allem auch dem Stillen und der Ernährung  von Spaltkindern ein großer Platz eingeräumt. Ein Buch das Mut macht. Und die passende Website dazu Stillen von Spaltenkindern

[asa]3815780012[/asa] Das Stillkochbuch. Über 100 Rezepte -… Ideen gesucht zum kochen in der Stillzeit? Dann ist dieses Buch hier eine gute Wahl.

Muttermilch macht schlau

Einfluss der Ernährung auf die Gehirnentwicklung (aid) – Die Ernährung spielt für die Entwicklung des Gehirns eine wichtige Rolle – sowohl in der Schwangerschaft als auch in den ersten Lebensmonaten. Das Gehirn wächst bereits im Mutterleib rasant: Vom sechsten Schwangerschaftsmonat bis zur Geburt verfünffacht sich sein Gewicht. Nach der Geburt reift und wächst es rasch weiter und hat mit zwei Jahren bereits 80 Prozent des Erwachsenengewichtes erreicht. „Diese Wachstumsschübe sind stark nährstoffabhängig“, sagte Prof. Berthold Koletzko, Kinderklinik der Universität München, auf einer Veranstaltung des Instituts Danone für Ernährung e.V. in Berlin. Wichtig für die Gehirnentwicklung ist eine gute Versorgung zum Beispiel mit Eiweiß und Energie, Eisen, Zink und langkettigen ungesättigten Fettsäuren. Zum Beispiel lagen Frühgeborene, die in den ersten 30 Lebenstagen eine eiweiß- und energiearme Formelnahrung bekommen hatten, im Vergleich zu eiweiß- und energiereich ernährten Babys mit 18 Monaten in ihrer psychomotorischen Entwicklung um 20 Prozent zurück. Optimal scheint sich das kindliche Gehirn unter dem Einfluss von Muttermilch zu entwickeln: Gestillte Kinder haben im Schnitt einen um drei Punkte höheren IQ als nicht gestillte Kinder. Offensichtlich spielen langkettige Polyenfettsäuren, wie Arachidon- und Docohexaensäure, dabei eine Schlüsselrolle. Im Gegensatz zu den meisten Säuglingsmilchnahrungen enthält Muttermilch diese Fette in nennenswerten Mengen. Als Bestandteile von Nerven- und Gehirnzellen sowie der Netzhaut werden sie zum großen Teil im wachsenden Gehirn eingelagert. Studien haben gezeigt, dass langkettige Polyenfettsäuren tatsächlich einen Effekt auf die kognitive Entwicklung haben“, so Prof. Koletzko. Bereits im Mutterleib profitieren die Kinder von diesen Fettsäuren. Prof. Renate Bergmann von der Klinik für Kinderheilkunde der Charité in Berlin machte auf die Rolle von Eisen aufmerksam. Eisen ist notwendig für die Bildung vieler Neurotransmitter und somit ebenfalls wichtig für die geistige Entwicklung des Kindes. In der Schwangerschaft steigt der Eisenbedarf von 15 auf 30 Milligramm pro Tag. Das ist kaum zu schaffen. „Deshalb sind für Schwangere niedrig dosierte Eisenpräparate sinnvoll“, sagte Prof. Bergmann Quelle: aid, Dorothee Hahne,  Pressemeldung vom 06.08.2003

Allergievorbeugung – was ist gesichert? (Achtung: veraltet und in Teilen nicht von der Wissenschaft bestätigt 2011)

(aid) – Rund 15% der Säuglinge und Kleinkinder sind in den ersten 3 Lebensjahren von einer Neurodermitis (Fachbegriff: atopische Dermatis) bedroht. Die nächst häufigste allergische Erkrankung in diesem Lebensalter ist das Asthma bronchiale. Das Risiko solch eine Allergie zu entwickeln, wird von den allergiekranken Eltern auf ihre Kinder vererbt. So gelten derzeit ein Drittel aller Neugeborenen als allergiegefährdet. Ausgelöst werden Allergien im Säuglingsalter vor allem durch Lebensmittel; Kuhmilch und Hühnerei bilden hier die Spitze des Eisbergs gefolgt von Weizen und Soja. Doch wie können Eltern ihre Babys schützen? Nach dem Motto „breast is best“ sollten Säuglinge möglichst 6 Monate ausschließlich gestillt werden. Das empfiehlt auch die WHO – ganz gleich, ob ein Allergierisiko vorliegt oder nicht. Studienergebnisse zeigen, dass Kinder, die 4 bis 6 Monate ausschließlich gestillt wurden, nicht nur in den ersten 4 bis 5 Lebensjahren seltener an Lebensmittelallergien erkranken, sondern auch bis zum 17. Lebensjahr weniger an Heuschnupfen und Asthma leiden. In seltenen Fällen (0,5%) können auch voll gestillte Säuglinge eine Allergie gegen Lebensmittel bekommen, die die Mutter gegessen hat. Denn Spuren aller Lebensmittel, so auch deren Allergene, können aus der Nahrung der Mutter in die Milch übergehen. Trotzdem sollte die Mutter aus Angst vor Allergien in der Stillzeit und schon gar nicht in der Schwangerschaft auf Kuhmilch, Hühnerei und andere häufige Allergieauslöser verzichten. Denn einerseits können diese geringen Allergenmengen in der Muttermilch auch bewirken, dass sich das Immunsystem des Kindes langsam an das fremde Eiweiß gewöhnt, es tolerieren lernt. Damit später, wenn es diese Lebensmittel einmal selbst isst, der Körper die Stoffe schon kennt und sie auch verträgt. Andererseits besteht die Gefahr, dass Mutter und Kind durch die Diät nicht genug Kalzium, Jod und langkettige, ungesättigte Fettsäuren bekommen, wenn wichtige Lebensmittel wie Milch und Milchprodukte sowie Fisch gemieden werden. Wenn Mütter nicht stillen möchten oder können, kommt in den ersten 6 Monaten nur eine hypoallergene Säuglingsnahrung in Betracht. So entwickeln Säuglinge, die eine „normale“ Fertigmilch erhalten, deutlich häufiger eine Allergie als unter hypoallergener Nahrung. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Fertigmilch auf Kuhmilch- oder Sojabasis hergestellt wurde. aid, Maria Flothkötter [child-pages]

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27 27 Kommentare

  1. Ich habe eine Frage, darf man einem Kind, das voll gestillt wird wasser zum trinken geben?

    Gruss

    Jossy

    • Hallo Jossy,
      ein vollgestilltes Baby braucht keine zusätzliche Flüssigkeit. Es löscht seinen Durst mit leckerer Mumi.
      Alles Liebe wünscht Ute

  2. Liebe Ute,

    ich habe eine Frage bzgl Abstillen. Einige Mütter in meinem Umkreis und das trifft auch mich selbst und meine Tochter 6 Monate zu. Versuchen langsam ihre Kinder auf die Flasche umzustellen. Verschiedene Gründe: man muss wieder arbeiten, dass Stillen zehrt an einem-Gewichtsabnahmen, man muss Nachts vermutlich öfter raus als bei Flaschenkinder, kann ihnen das Nuckeln nachts schwer abgewöhnen usw.

    Bei meiner Tochter und den meisten anderen Kindern ist es aber so, dass sie die Flasche mit Pulvermilch aber strikt verweigern. Meine Tochter trinkt nun ab und zu Wasser aus der Flasche. Sie kann es also. Aber sobald etwas milchig weisses in der Flasche ist, bleibt der Mund standhaft zu. Sollte doch was in den Mund rein kommen lässt sie es wieder rauslaufen. Selbst abgepumpte Muttermilch.

    Gibt es irgendeine Pulvermilch die besser schmeckt als andere? Wir haben natürlich schon verschiedene probiert….

    Freue mich über eine kleine Hilfe leistung/ Idee von Ihnen.

    Herzliche Grüsse

    Bernadette

    • Liebe Bernadette,
      eure Babys zeigen ganz natürliche und typische Verhalten. Brusttrinken ist einfach wunderbar 🙂
      Es ist von Vorteil wenn Deine Kleine bereits geübt ist aus der Flasche Wasser zu saugen. Sobald sie merkt, dass keine Mumi mehr angeboten wird, wird sie sich mit deiner Babymilch arrangieren. Meine Jungs bekamen nach der Stillzeit Milumil zu trinken und einer der Beiden hat sich auch vehement anfangs dagegen gewehrt. Muttermilch schmeckt einfach sehr süß und da kommt wohl keine Babymilch mit. Aber nach kurzer Zeit war es dann gut. 😉
      Liebgruß Ute

  3. Hallo liebe Fachfrau,
    meine Tochter ist 7 1/2 Monate alt und wird gestillt. Das Mittagessen habe ich bereits vor ein paar Wochen umgestellt. Abends habe ich vor zwei Wochen die Umstellung auf Milchbrei begonnen, seit ein paar Tagen verweigert sie sich ganz und bekommt also weiterhin die Brust.
    Da sie morgens lange schläft, fällt normalerweise die morgendliche Zwischenmahlzeit aus.
    Ich möchte natürlich die weiteren Mahlzeiten umstellen. Wie könnte ich vorgehen, wenn ich die Abendmahlzeit vorerst mit Stillen beibehalte? Könnte ich die Milchmahlzeit als Nachmittag-Zwischenmahlweit geben? (Ist nur blöd, wenn man nicht Zuhause ist.) Das bedeutet also zum Frühstück stillen, Mittagessen Brei, Zwischenmahlzeit Milchbrei, Stillen als Abendessen? Und könnte dann als nächstes das Frühstück umgestellt und das Stillen als Abendmahlzeit beibehalten werden? Und was dann zum Frühstück? Oder sollte ich die eigentlich abendliche Milchmahlzeit zum Frühstück reichen? Dann hätte ich aber nachmittags und abends stillen und dann lange nichts mehr. Macht sowas die Brust mit?
    Ich bedanke mich schon jetzt herzlich für die Hilfe!!!
    Viele Grüße,
    Tanja

    • Liebe Tanja,

      der Milchanteil des Tages ist mit Muttermilch abgedeckt. Deshalb kannst Du den Milchbrei erstmal weg lassen. Zwei milchfreie MZ sollten aber sein. Den Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Fett Brei mittags weiter anbieten und am Nachmittag den Obst-Getreide-Brei mit Öl. Du findest dazu Infos unter Beikost. Die Uhrzeiten sind nicht so wirklich wichtig. Die beiden milchfreien MZ sollten hintereinander gefüttert werden – aber welchen zuerst – probiere es dir aus. Und das alles gilt natürlich für wohlgenährte Stillbabys. Davon gehe ich jetzt einfach aus. Sollte dein Kind sehr zart und schlank sein würde ich anders empfehlen.
      Liebgruß Ute

  4. Liebe Ute!

    Ihre Homepage hat mir schon in sehr vielen Bereichen weiter geholfen. Nun habe ich trotzdem eine Frage zur Ernährung, auf die ich so recht keine passende Anwort gefunden habe. Mein Sohn ist gerade 6 Monate geworden. Ich stille ihn morgens voll, mittags bekommt er einen Gemüsebrei+stillen, nachmittags stillen, abends Getreide-Milchbrei+stillen. Mein Sohn liebt die Brust über alles. Er isst problemlos seinen Brei, wird auch satt, möchte aber danach immer noch Mumi. Mir macht es nichts aus, auch ihm scheint es gut damit zu gehen. Er ist danach ganz friedlich und ausgeglichen und liegt auch mit seinem Gewicht im grünen Bereich. Kann ich es vorerst so beibehalten oder muß ich ihm das abgewöhnen??
    Ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen. Dankeschön vorab

    • Liebe Constanze,
      das liest sich prima 🙂
      Der Speiseplan ist altersgerecht und es ist natürlich dass Ihr Sohn weiterhin gerne Brust trinkt. In Kombination mit dem Milch-Getreide-Brei kann das auch in den nächsten Monaten weitergeführt werden.
      Beim Mittagessen empfiehlt es sich, der Eisenzufuhr wegen, auf Gemüse-kartoffel-Fleisch umzuschwenken und danach keine Milch mehr anzubieten. Bei dieser MZ macht es Sinn das Brusttrinken danach langsam einzustellen. Ansonsten gilt, Mumi ist auch im zweiten Lebenshalbjahr wichtig.
      Grüßle Ute

  5. Hallo,
    meine Tochter ist 3 Monate und 2 Wochen alt. Sie verweigert komplett die Brust und ich kann sie nur im Halb-Schlaf stillen. Was soll ich tun?, sie ist den ganzen Tag knatterig und will nur in den Arm und hat hunger trotzdem möchte sie nicht die Brust bis sie endlich vor Erschöpfung einschläft und dann nimmt sie auch die Brust. Es läuft schon so ca. 1 Monat.
    Die Ärzte haben es auf eine Erkältung geschoben aber diese ist schon abheil und sie verweigert nach wie vor die Brust. Ich bin verzweifelt, bitte um Rat.
    Vielen Dank im Voraus
    Elena

  6. Hallo,
    mein 2.Sohn ist nun 9 wochen alt. von anfang an haben wir probleme mit dem stillen, er greift einfach die brust nicht richtig, die anlegetechnik ist von meine hebamme abgesegnet gewesen, aber er trinkt trotzdem so, dass meine BW nach 1-2x stillen schmerzhaft wund sind. selbst stillberatung half nicht und der arzt auch nicht, das zungenband ist etwas kurz, aber da er super zunimmt kein grund dafür. ich sollte dann wenigstens abpumpen und ihm die mumi mit der flasche geben, ging auch gut, bis sich die blähungen/koliken einstellten. nun ist jedes trinken ein theater! mit viel weinen. er trinkt dann max 60-80ml und weint danach und zappelt mit armen und beinen. er entleert sich nicht regelmäßig bin froh wenn 1x die woche. nun tun mir meine brüste dermaßen weh nach dem abpumpen ca. 2h anhalten (stechende schmerzen) und die BW ist auch wieder rosa/rot und sehr schmerzhaft, dass ich nun am ende meiner kräfte bin. ich hab nen großen vorrat an Mumi im tiefküher anlegen können, da er so wenig trinkt.ich möchte abstillen. ich weiß jeder tropfen mumi ist wichtig, aber ich kann nicht mehr. nun meine sorge die pre stopft ja auch! wie oft muß er in der umstellungszeit denn den darm leeren? ich möchte ihm möglichst lange noch wenigsten 1-2x am tag eine flasche mumi geben können!
    danke!

    Nachtrag von anderer Stelle herkopiert:
    P.s. mein sohn geboren am 5.5.11 kam mit 2950g auf die welt vor einigen tagen bei der u3 wog er schon stolze 4870g. mit dem zunehmen unter dem stillen/abgepumpte mumi nimmt er wirklich toll zu. dennoch zeigt auch er die zeichen für “hunger” also fehlender stuhlgang, blähungen, unruhe nachdem trinken (zuppeln an der brust wenn ich stille, bzw. flasche aus dem mund stupsen und beides anschreien, sich überstrecken und beim trinken schon wimmern – trotz mumi aus der flasche) seine fontanelle ist oft deutlich erkennbar, er meldet sich zw. 1 1/2 – 3 std. zum trinken. wie vorher schon geschrieben will ich leider abstillen, auf grund der schmerzen und das abpumpen schaff ich nich mehr regelmässig (da ich noch einen großen sohn – 2 jahre- habe). das füttern dauert oftmals 45-60 min. er trinkt in etappen meist mit viel luft schlucken, egal in welchem zustand er grad ist, ob noch halb im schlaf oder völlig hektisch! ich weiß einfach nicht wie ich dieses verhalten deuten soll. beginne mit pre von hipp bio combiotik. haben sie einen rat???

    • Hallo Jessica,
      ich habe die beiden Anfragen zusammengeführt.
      Zum ersten Teil. Auf der Seite Stillen.de findest Du Adresse von IBCLC Laktationsberaterinnen. Die kennen sich wirklich sehr umfassend aus. Vielleicht findest Du eine Beraterin in Deiner Nähe und kannst Dich wegen der Brustproblematik an sie wenden. Abgestillt (oder reduziert) ist schnell – aber es ist ärgerlich wenn man danach erst von einer Superbetreuung erfährt.

      Zum zweiten Teil. Die Gewichtszunahme ist richtig klasse 🙂 und Deine Beschreibungen weise auf eine Trinkproblematik hin. Hier https://www.2.babyernaehrung.de/sorgen-baby/ernaehrungsprobleme/trinkprobleme findest Du ganz viel Information dazu. Dieses Verhalten scheint ein Hilferuf zu sein. Die Nahrung steht zur Verfügung läuft aber nicht schnell genug. Ein Baby hat nur Kraft und Ausdauer für wenige Minuten intensives Saugen. In dieser Zeit sollte der Hunger gestillt sein – egal ob Brust oder Flasche. Alles „dauernuckeln“ ermüdet alle Beteiligten und „nervt“ im Laufe der Zeit vor allem die Kleinen. Es liegt bestimmt am Sauger. (Saugergröße – siehe Link). Kommt das Baby gut an reichlich Milch wird es auch solange trinken bis es satt ist und nicht bis es vor Erschöpfung einschläft. Die ZUnahme signalisiert zwar er hat genug Milch aber vielleicht fehlt ein „Fitzelchen von 20 ml “ und schon wäre der Stuhlgang da?
      Gerade bei Stuhl“themen“ rate ich dringend zu einer PREbiotischen Milch mit GOS/FOS nach Vorbild Mumi. Die Combiotik ist nicht wissenschaftlich bestätigt.
      Gute Besserung wünscht Ute

  7. Hallo Ute,
    echt klasse Deine Seite – Kompliment!
    Ich habe eine Frage: mein Sohn (vor zwei Tagen 5 Monate alt geworden) bekommt nun seit 4 Tagen seinen ersten Brei in Form von Karotten. Hiervon isst er nun ein kleines Gläschen (125g, angereichert mit etwas Öl) wunderbar; nimmt allerdings danach noch die Brust. Wie lange muss ich ihm denn noch nach dem Brei die Brust geben? Und wann kann ich auf die nächste Stufe (den Karotten-Kartfoffelbrei) umstellen? Erst wenn er ein ganzes Glas Karotten (200g) isst oder schon früher? Und wie lange gebe ich ihm den Karotten-Kartoffelbrei bis ich das Fleisch einführe? Oder sollte ich dann zuerst eine andere Gemüsesorte probieren?
    Vielen herzlichen Dank im Vorfeld für Deine Unterstützung!
    Melanie

  8. Hallo ute!
    Mein sohn 7 monate ist 68 cm gross und wiegt 7300! Also echt schmal, zudem ist er sehr aktiv!
    Er bekommt in der nacht 1bis 2 mal die brust, ab 4 uhr stille ich ihn alle 2 stunden, um 11 bekommt er gemüse fett oder fleisch, dann zwischendurch stillen nachmittags getreide obst brei, zwischendurch stillen abends griessbrei mit folgemilch! Und dann zur nacht nochmal stillen! Er nimmt nicht viel zu, max 250 gramm im monat! Was meinst du was ich machen sollte? Lg anna

    • Hallo Anna,
      isst er denn die Mengen von ca. 200 g pro Breimahlzeit? Fett sollte jedem Mittagessen und im OGB zugesetzt werden. Siehe unter Brei die verschiedenen Rubriken. Steht alles genau beschrieben.
      In den Details liegen oft die (T)Lücken.
      Grüßle Ute

  9. Hallo ute! Nein er ist meistens nicht die 200 gramm! Aber so 150 gramm, und dann klemmt er den mund fest zu!

  10. hallo ute,
    unser kind ist nun 5 wochen alt, vor wenigen tagen haben wir erst das geb.gewicht wieder erreicht aufgrund anstrengender geburt uns schwierigkeiten beim stillen, ich bin eisern geblieben und hab mit hilfe meiner hebi alles versucht und vollzogen und es hat sich ja gelohnt.
    nun still ich fleißig aber sie schreit viel, hat schwierigkeiten beim stuhlgang, presst, drückt, wird rot und schreit auch da auf, manchmal attaken. hat auch doll blähungen, lefax, massagen, kümmelöl und zäpfchen helfen glaube wenig.
    was haben wir noch für optionen? kann es sein das sie schreit wg des stuhls oder bild ichmir das ein? wenn sie gut ist klappt es zur zeit ein bis zweimal am tag. das war mal mehr!
    lieben dank und liebe grüße

    • Hallo Lula,
      herzlichen Glückwunsch zur Kleinen 🙂
      Euer Start war ja ziemlich heftig ….. Wenn die Kleine jetzt ihr Geburtsgewicht erreicht hat wird es einfach Hunger sein. Die durchschnitliche gute Zunahme liegt bei 200 g die Woche. Das muss nachgeholt werden. Ich würde Dir Wiegekontrollen empfehlen und wenn die Kleine zögerlich zunimmt lies bitte den Bereich „Zwiemilch“ durch. Dort steht alles genau beschrieben. Das allerwichtigste ist einfach, dass ein Baby alles bekommt was es braucht.
      Grüßle Ute

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