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Schlafprobleme

Schlafprobleme können verschiedene Ursachen haben – und zu unterschiedlichen Phasen der Baby- und Kinderzeit auftreten.

Ob Einschlaf- oder Durchschlafprobleme – die Unruhe, ja dieser Stress ums Schlafen, überträgt sich auf alle Familienmitglieder. Kommt chronischer Schlafmangel der Mutter oder beider Elternteile dazu hat dieses erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität der ganzen Familie.

Welche Ursachen können hinter Schlafproblemen stecken

  • Unruhige Tagesabläufe, permanente Hektik
  • Hunger
  • Schmerzen durch z.B. Nahrungsunverträglichkeiten, Kiss-Syndrom
  • Einschlafen während dem Trinken oder auf dem Arm
  • Zahnen, Erkältungskrankheiten usw.

Es gibt mit Sicherheit noch andere Gründe, das sprengt aber meinen eigenen Wissensstand. Ein Großteil der Schlafprobleme beziehen sich auf diese Themen-Bereiche. Professionelle Anlaufstellen für jegliche Schlafprobleme werden am Ende genannt.

Wie komme ich hinter eine Ursache

  • Kinderarzt aufsuchen! Zunächst ist es wichtig, zu wissen, dass das Baby oder Kleinkind gesund ist. Manchmal sind Erkrankungen (Schmerzen) die Ursache für unruhiges Schlafen oder wiederholtes Aufwachen aus dem Schlaf. Es können Ohrenschmerzen sein, stechende Schmerzen beim Zahnen, unerträgliche Blähungen und Krämpfe (Nahrungsmittelunverträglichkeit?), Kiss-Syndrom (Link weiter unten) usw.
  • Hunger! Vor allem bei Neugeborenen und jüngeren Säuglingen, aber auch bei Krabbelkinder möglich. Hier sollte man sich nicht nur auf sein Gefühl verlassen, „ich habe genug Milch“ oder, „mein Kind bekommt doch schon einen Gemüsebrei“ etc. sondern ganz banal – Babywaage ausleihen und einmal wöchentlich das Gewicht bestimmen. Im ersten Lebenshalbjahr sind Gewichtszunahmen von 150 – 200 g die Woche wünschenswert. Die WHO empfiehlt für Stillkinder in den ersten 3 Monaten eine Gewichtszunahme von 30 g am Tag.  Im 2. Lebenshalbjahr sollten es 100 g die Woche sein. Es gibt auch Kinder, die diese Mengen zunehmen und trotzdem noch mehr Hunger haben – was leider oft als Bauchschmerzen interpretiert wird …….  Wachstumsschübe kommen in regelmäßigen Abständen und gehen auch mit Hunger, also Mehrbedarf einher. Sie dauern einige Tage – durch häufigeres Anlegen, oder auch mal einen Nahrungswechsel bei Flaschenkindern kann den unruhigen Tagen und Nächten abgeholfen werden. Wenn diese „Wachstumsschubphase“ länger als eine Woche dauert – ohne Besserung … gibt wiederum die Waage eine klare Aussage. Zu erwartende Wachstums- und Entwicklungsschübe sind um die 8. Lebenswoche, die 13. Lebenswoche, sehr massiv um die 17. (Beikostbeginn oftmals) und dann wieder um den 6. und 8. Monat . Kinder mit einem Jahr verlieren häufig das Interesse am Essen (spielen und laufen ist viel interessanter) und kommen dann auch wieder nachts.
  • Tagesabläufe. Herrscht ein hoher Lärmpegel in der Wohnung? Laute Musik, der Fernseher läuft viele Stunden am Tag, viele Menschen gehen ein und aus bringen Gerüche und Stimmungen mit; wird das Baby oder Kleinkind von Arm zu Arm gereicht? Mischen sich andere Familienmitglieder „lautstark“ in die „Erziehung“ ein? Gibt es Konflikte zwischen den Eltern – diesen müssen nicht lautstark ausgetragen werden – die Babys spüren Uneinigkeit, Vertrauensverlust usw. intuitiv und reagieren ebenso mit Unruhe, Schlaflosigkeit, Geschrei usw. Hand aufs Herz, ist euer Umgangston ungehalten oder aggressiv? Liegen die Nerven blank?
  • Einschlafen an Brust, Flasche oder auf dem Arm, Bauch der Eltern. Babys werden in der Nähe der Eltern müde und schlafen ein – woraufhin sie von den Eltern natürlich ins Bett gelegt werden. Im Stundentakt „sichern“ Babys ob in ihrer Umgebung alles noch stimmt … und merken hoppla, Mama/Papa sind weg. Was tun sie ? Komplett aufwachen und schreien. Oder stell Dir doch mal vor, Du gehst mit deinem Mann/deiner Frau ins Bett. Ihr schlaft aneinander gekuschelt ein. Dann „sicherst“ Du nach 2 Stunden und stellst fest, der Mann/ die Frau ist weg. Wirst Du nun komplett wach und schaust nach Deinem Partner – oder drehst Du dich um schläfst einfach so weiter … ?????
  • Zahnen, Erkältungskrankheiten sind häufig Gründe für nächtliche Schlafunterbrechungen. Beim Zahnen vernehmen die Eltern „spitze“ Schreie und darauf folgende Schreiattacken bei welchen sich die Babys weder auf dem Arm noch an der Brust/Flasche beruhigen lassen. Siehe Zahnen wegen der Erleichterungsmaßnahmen. Bei Erkältungskrankheiten bekommen Babys und Kinder häufig keine oder sehr schlecht Luft – und sie werden dadurch wach. Hier sollte man die Kinder möglichst im Bett beruhigen, dass sie wieder alleine in den Schlaf finden …. Unter Hausapotheke finden sich viele Tipps zum Umgang und Behandlung von Erkältungskrankheiten.

Mit Wissen um diese möglichen Schlafproblem-Ursachen ist es sicherlich einfacher das Problem zu lösen.

[asa]3981209303[/asa] Für Kinder ab ca. 4 Jahre auch mit einer wunderschönen Geschichte wenn ein Kind sich abends fürchtet. Beruhigend wirkend und amüsant. Ich verschenke es sehr oft und die Kinder waren bisher alle begeistert.

Ein krankes, oder zahnendes Kind muss natürlich rund um die Uhr, notfalls auch in kurzen Abständen wieder in den Schlaf getröstet werden. Dabei sollte das eigene Bettchen der Einschlafplatz sein. Sobald sich das Kind auf dem Arm beruhigt hat, wird es kuschelig ins Bett gebracht … .

Ruhige geregelte Tagesabläufe, feste Schlafens- und Mahlzeiten sorgen für mehr Ruhe in der Nacht. Sind die Nächte bisher turbulent und unruhig, sollten Besuche gut geplant werden, sich ruhig und unaufgeregt verhalten, und Baby bleibt bei Mama oder Papa auf dem Arm. Die Schlafenszeit in jedem Fall einhalten – und nicht der Oma zuliebe das Kind erst später ins Bett bringen …..

Kleine Säuglinge sollten mehrere kürzere und längere Schlafphasen am Tag haben. Die Ausdauer um am Familiengeschehen teilzunehmen ist nach 2 bis max. 3 Stunden erschöpft. Finden Babys dann nicht in den Schlaf werden sie unruhiger, schreien viel und halten die ganze Familie auf Trab.

Schläft dein Kind, musst Du nicht durch die Wohnung schleichen – im Gegenteil, normale Geräusche vom Staubsauger, Waschmaschine, Radio auf Zimmerlautstärke usw. können durchaus beruhigend wirken. Das Kind spürt, „ich bin nicht allein“. Gewöhnt an die normale Geräuschkulisse erschrecken Kinder auch nicht bei jedem unerwarteten „Piep“.

Woran sind müde Kinder zu erkennen

Jedes Kind sendet seine individuellen Müdigkeitszeichen – die Einen etwas deutlicher, Andere etwas dezenter. Bei manchen Kindern muss man sehr genau hinsehen um es wahr zu nehmen. Hier einige Beispiele

  • Äuglein reiben
  • Baby verliert ständig den Augenkontakt  (guckt ins Leere) zur Mutter die mit ihm spielen oder sprechen möchte
  • wird ungeduldig, nängert,
  • sucht nach dem Schnuller, der Faust oder auch der Brust ohne hungrig zu sein (Achtung wenn die Brust Schnullerfunktion übernommen hat ….)
  • alle 2 bis 3 Stunden müssen Babys ein Schläfchen machen

Sollte ein Baby vor dem Schlaf noch eine Saugmahlzeit bekommen, bitte darauf achten, dass es noch wach in sein (angewärmtes) Bettchen gelegt wird. So kann es sich orientieren wo es liegt, und vermisst nicht Mamas Wärme und Nähe wenn es zu seinen normalen „Sicherungsphasen“ aus der Tiefschlafphase auftaucht. Es erkennt, erspürt sofort sein gewohntes Bettchen und schläft direkt wieder tief ein – ohne einen Mucks von sich zu geben.