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Babyschnupfen

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Besonders im Babyalter, also im 1. Lebensjahr, ist ein Schnupfen sehr lästig. Säuglinge atmen normalerweise nur durch die Nase. Schwellen die Nasenschleimhäute an, ist die Atmung behindert. Vor allem das Saugen, das Trinken aus Brust und Flasche werden zum Kraftakt für Baby und Eltern. Babys reagieren mit Unruhe, sie sind teilweise hungrig weil sie durch die eingeschränkte Nasenatmung nicht genug getrunken haben und werden zusätzlich im Schlaf gestört durch die erschwerte Atmung.

Über 200 Schnupfen-Viren werden uns  in der feuchtkalten Jahreszeit umschwirren.  Vor allem „geschädigte“ Schleimhäute sind besonders empfänglich für die Viren-Attacken. Was können Eltern tun, um den Viren die Gelegenheit zu erschweren Babys Näschen heimzusuchen?

Im frühen Herbst bis ins späte Frühjahr haben wir hier in Mitteleuropa die typische Heizperiode. Unsere Fenster sind gut abgedichtet – und vor allem wenn das Baby noch sehr klein ist neigen Eltern dazu die Wohnung mehr zu heizen als wahrscheinlich nötig. Die Folge der oft überhitzten und schlecht gelüfteten Wohnungen sind schwitzende Kinder, trockene Atemwege und damit optimale Umstände für Viren und Bakterien.

Hier zunächst Vorsorgetipps

  • wenn möglich Stillen – das Baby wird mit Immunstoffen versorgt – bei Flaschenbabys prebiotische Nahrungen füttern, diese unterstützen das Immunsystem
  • täglich gut lüften
  • Raumtemperatur von 21 – 22 Grad ist ausreichend
  • Schlaf- und Kinderzimmer 16 – 18 Grad, geöffnetes Fenster günstig, Zugluft vermeiden
  • Luftbefeuchter aufstellen oder
  • feuchte Tücher über die Heizung hängen
  • täglich Spaziergänge (außer bei Nebel) an der frischen Luft, Felder, Wald
  • rauchige Umgebung  unbedingt meiden
  • auch Einkaufszentren sind während der Erkältungszeit gute Virenschleudern

Durch trockene Atemluft, Zigarettenrauch und Staub werden Babys Schleimhäute angegriffen. Damit sind sie offen und empfänglich für Viren – deren Kontakt  kaum zu vermeiden ist. Eine stabile Schleimhaut dagegen widersteht so mancher Virenattacke.

Babyschnupfen gehört allerdings auch ein Stück weit zum groß werden. Das Immunsystem wird durch leichte Erkältungskrankheiten gefordert und gefördert. Es ist mittlerweile unumstritten, dass Babys und Kleinkinder die ab und zu leichte Infekte durchmachen ein stabiles Immunsystem entwickeln.

Babyschnupfen was tun?

  • Luftfeuchtigkeit kontrollieren – Wasserbehälter aufstellen
  • feuchtes Tuch in Bettnähe aufhängen
  • sehr viel zu trinken anbieten damit sich der Schleim verflüssigen und ablaufen kann
  • öfter kleine Mahlzeiten anbieten
  • sofern Muttermilch zur Verfügung steht in jede Nasenöffnung einen Tropfen Muttermilch vor und nach dem Stillen geben (wirkt abschwellend)
  • physiologische Kochsalzlösung in der Apotheke besorgen und vor der Mahlzeit in jede Nasenöffnung tropfen
  • unbedingt an die frische Luft – evtl. das Baby auf Terrasse oder Balkon zum schlafen stellen (nicht bei Nebel)
Den Kinderarzt aufsuchen!

 

 

 

 

 

 

Wann zum Kinderarzt?

  • bei Unsicherheit der Eltern
  • bei starken Atemproblemen und Unruhe
  • bei schlechtem Trinkverhalten oder Trinkverweigerung (nicht abwarten!)
  • bei Fieber
  • bei unklarem Geschrei – es können die Ohren schmerzen, der Hals entzündet sein usw.

Was kann der Kinderarzt tun bei Erkältungen?

  • Baby wird gründlich untersucht
  • auch die Ohren werden kontrolliert
  • bei Bedarf werden abschwellende Nasentropfen verordnet
  • sowie weitere nötige Medikamente
  • die Ernährung kann besprochen werden, Flüssigkeitszufuhr usw.
  • Sicherheit vermitteln

Oje ich wachse!

Viele Mütter haben mir geschrieben dass sie dieses Buch gaaaanz toll und empfehlenswert finden. Es hat ihnen in vielen Situationen geholfen – und lag immer griffbereit ;o)   Diesen Mütter-Tipp möchte ich gerne weitergeben – und wünsche interessante Lese-Stunden damit.

Häufige Fragen zum Babyschnupfen und Ansteckungsgefahr

1. Frage: Die stillende Mutter ist erkältet. Darf weiter gestillt werden?
Antwort: Unbedingt weiter stillen. Bereits vor Ausbruch der mütterlichen Infektion werden die Viren oder Bakterien über die Muttermilch zum Kind transportiert. Der mütterliche Organismus produziert sehr schnell Antikörper und diese gelangen ebenfalls und ausschließlich über die Muttermilch zum Kind. Meistens bekommen Babys den Schnupfen nur in sehr stark abgemilderter Form mit.

2. Frage: Die Familie ist erkältet – das Baby wird nicht gestillt. Wie sollen sich die „Kranken“ verhalten?
Antwort: Bevor das Baby versorgt wird gründlich Hände waschen. Geschwisterkinder auffordern das Baby nicht anzuniesen oder anzuhusten. Es darf trotzdem gekuschelt werden. Küsse bitte vermeiden.

3. Frage: Im Kindergarten des Geschwisterkindes grassieren die Erkältungskrankheiten. Soll unser Kind wegen dem Baby zu Hause bleiben?
Antwort: Nein, das Kindergartenkind muss deshalb nicht das Haus hüten. Es wäre belastend für die ganze Familie. Schließlich ist immer irgendein Kind erkältet. Auf gründliches Hände waschen nach dem Kindergarten achten.

4. Frage: Unser Baby hat Schnupfen – dürfen wir trotzdem zum Pekip, Krabbelgruppe usw.?
Antwort: Am besten mit der Gruppenleiterin Kontakt aufnehmen und die Situation schildern. Gemeinsam eine gruppenverträgliche Lösung finden.

5. Frage: Dürfen wir trotzdem zum Babyschwimmen?
Antwort: In diesem Fall würde ich den Kinderarzt nach seiner Meinung fragen.

Gute Besserung wünscht Ute

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……. sind auch Sorgenkinder … obgleich diese Rubrik auch in die „Babypflege“ thematisch gepasst hätte. …

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