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Vegetarisch – Fleischlos

Fleischlose Ernährung

Ein Erfahrungsbericht von mir persönlich plus Hintergründe und Empfehlungen zur fleischlosen Babyernährung.

Ich lebte schon fleischlos vor der Schwangerschaft, während der Schwangerschaft und Stillzeit ohne Eisenmangelprobleme. Meine Babys sollten ebenfalls Fleischlos ernährt werden. Mein Kinderarzt stöhnte und schimpfte …. beide Jungs haben es nicht nur überlebt, nein, sie sind dabei sogar gut gediehen. :-)

Unser S. hat bis jetzt 2011 noch nie Fleisch oder Wurst gegessen (aktuell sein 19. Lebensjahr, der junge Mann misst 2 Meter) , J. (der Jüngere) verzehrt  ab und an mehr oder weniger Fleisch seit er 3 Jahre ist ….

Fleisch wird in unseren Breiten hauptsächlich gegeben als guter Eisenlieferant . Mit Eiweiß sind wir, auch ohne Fleisch, eher überversorgt. Meine Kinder bekamen die ganz normalen Milchbreie und nach dem Abstillen beide Milumil 2 welches eisenangereichert ist. Muttermilch, Folgemilch und Milchfertigbreie unterstützen die Eisenversorgung. Vollmilch(produkte) habe ich sehr lange gemieden, auch weil sie kein Eisenlieferant sind und zusätzlich durch die Eiweißüberversorgung sogar versteckte Darmblutungen auslösen können. Das wiederum schwächt die Kinder und zieht den Hb-Wert in den Keller.

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Vegetarische Gläschenkost

Gemüsegläschen sind nicht automatisch komplette Mahlzeiten. Im Gegenteil.  Sein Baby vegetarisch zu ernähren erfordert Mitdenken und Mitarbeit. Einfach das Fleisch weglassen und die Gemüsegläschen füttern bedeutet dauerhaft eine Unterversorgung die in aller Regel sehr unruhige (hungrige) Nächte zur Folge hat und später möglicherweise doch einen Eisenmangel beim Kind.

Zunächst besorge Kartoffel-Gemüse-Gläschen 190 g. Überprüfe den Fettgehalt. Das Gläschen muss auf 8 – 10 g Fett “aufgepeppt” werden. Das bedeutet rechnen.

1 Teelöffel fasst 4 g Rapsöl = 36 kcal. 2 Teelöffel = 8 g Rapsöl. Je nach Fettgehalt des Gläschens müssen 1 – 2 Teelöffel Fett zugesetzt werden.

Besorge Dir Baby Haferflocken. Haferflocken haben einen guten natürlichen Eisengehalt. Pro Mittagessen werden 10 g Haferflocken unter gerührt. Das entspricht 2 – 3 Esslöffel (anfangs abwiegen um ein Augenmaß zu bekommen)  Alternativ können auch Hirseflocken verwendet werden.

30 – 40 ml Vitamin-C-reicher Babysaft dazu. Damit wird das Mittagessen nicht nur in eine angenehme Konsistenz gebracht sondern vor allem braucht es das Vitamin C um aus den Hafer- oder Hirseflocken das Eisen herauszuholen.

Möglicherweise muss noch etwas Wasser dazu gegeben werden. Jetzt entspricht dieses Essen einem guten vegetarischen Menü = komplette, nährstoffgerechte Mahlzeit.

Es gibt im Handel auch Vegetarische Menüs die so gut wie komplett sind. Schau dir die Zusammensetzung, die Zutatenliste und die Kalorienzahl an. Ein Menü sollte ca. 150 kcal haben.

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Zutaten und Vorbereitung zum selbst kochen

Die wichtigste Grundlage für das Mittagessen im 2. Lebenshalbjahr ist und bleibt die Kartoffel welche idealerweise 5 mal die Woche angeboten werden sollte. Einmal Reis und einmal die (Vollkorn)Nudel ist in Ordnung. Bei den Gemüsesorten kann auf:

  • Kartoffeln
  • Karotten
  • Zucchini
  • Fenchel
  • Kohlrabi – bitte nur selten wegen hohem Nitratgehalt
  • Blumenkohl
  • Broccoli
  • Mais
  • Kürbis
  • Pastinake
  • Lauch / Zwiebeln ab Junioralter
  • Erbsen ab Junior

Bitte beachte:

  • Gemüse in BIO Qualität z.B. Bioland oder Demeter
  • gute, kühle Lagerung – Gemüsefach Kühlschrank, Tupperware
  • Gemüse kurz und gründlich waschen, nicht wässern (Vitaminverlust)
  • nach dem Waschen zerkleinern und sofort verarbeiten
  • große Hygiene beim Schneidbrett, Spüle etc.
  • ich empfehle jede Mahlzeit frisch zuzubereiten
  • unmittelbar nach der Zubereitung verzehren lassen
  • Dampfgaren ist die optimale Zubereitungsform

Nicht geeignet sind:

Rote Bete, Rote Beete, Spinat, Salat, Mangold, und jegliches gedüngtes Gemüse. Diese Rohstoffe enthalten sehr hohe natürliche bzw. durch Düngung verursachte Nitratwerte. Nitrat wandelt sich unter dem Kochen um in giftiges Nitrit. Wichtige Informationen zu Nitrat – Nitrit  das sollten Babyeltern einfach wissen.

Normale Hirse wird wegen anderer Begleitstoffe im 1. Lebensjahr nicht empfohlen! Hirseflocken sind von den Begleitstoffen “bereinigt”.

Verwende keine Milchprodukte wie z.B. Pudding als Dessert oder Babynahrung als Durstlöscher nach dem Mittagessen. Milch hemmt die Eisenaufnahme. Auch das Stillen sollte nach der Aufnahme eines kompletten Mittagessen hinausgezögert (besser gelassen) werden.

Warum sind all diese Punkte wichtig?

Säuglinge und auch Kleinkinder sollten ihr Essen möglichst ohne Schadstoffbelastung bekommen. (Weshalb ich mich für meine Söhne für Glaskost entschieden habe) Normal angebautes Gemüse und Getreide ist gedüngt und gespritzt. Vor allem das Nitrat (aus Dünger) sitzt in den Rohstoffen. Besonders hoch Nitrat belastet sind Möhren, Rote Bete und Spinat. Bei mangelnder hygienischer Zubereitung von Breien mit Gemüse oder bei der Aufbewahrung von angebrochenen Resten können in der Nahrung befindliche Bakterien Nitrat zu Nitrit umwandeln. Deshalb eine besondere Hygiene bei der Vorbereitung des Gemüses beachten und den Brei sofort füttern.

Vorkochen und Einfrieren begünstigt die Nitritbildung.

Ein Demeter-Karottenglas ist deutlich hochwertiger für ein Baby, als wenn du die Demeter Möhre frisch kochst. Die Schadstoffkontrollen werden sehr streng eingehalten und jeder Rohstoff unterliegt der Kontrolle. Die normale BIO-Verordnung sieht nur eine Stichprobenkontrolle vor und deutlich höhere Toleranzen als bei Babykost.

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Schonend und möglichst täglich frisch Dampfgaren – eine optimale Voraussetzung für gesunde Biokost. Saisonal und regionale Waren bevorzugen.

Gemüse-Kartoffel-Brei mit Haferflocken

  • 100 g Gemüse der Saison waschen, putzen, klein schneiden
  • 40 – 60 g Kartoffeln klein geschnitten zusammen mit Gemüse in wenig Wasser schonend garen (Dampfgarer sind dafür genial)
    10 g Babys Haferflocken (ca. 3 Esslöffel)
  • 30 – 40 g Obstsaft Vitamin-C-reich dazu
  • 8 – 10 g Rapsöl dazu geben

Vitamin C fördert die Eisenaufnahme aus den Haferflocken. Nicht salzen und würzen!

Gesamtmenge der Gemüseportion fertig im Teller 200 – 250 g

Was wenn der Eisenwert doch in den Keller rutscht?

Babys mit niedrigem Eisenwert fallen häufig auf durch

  • Blässe
  • Infektanfälligkeit
  • Müdigkeit
  • Lustlosigkeit

Ein niedriger Eisenwert ist behandlungsbedürftig. Es ist nicht angenehm mit Eisenmangel zu leben. Deshalb rate ich bei diesen Symptomen auf jeden Fall den Kinderarzt zu informieren, eine Blutprobe entnehmen zu lassen und angemessene Maßnahmen zu ergreifen.

So schmeckt’s Kindern vegetarisch

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Fleisch ist der beste Eisenlieferant. Für mich stand es immer außer Frage, dass ich meinen Kindern Fleisch vorenthalten würde wenn es zu dieser Situation kommen sollte. Dogmatismus lehne ich stets ab. Meine Söhne hatten glücklicherweise (und sicherlich auch wegen der “runden” Ernährung) zu keinem Zeitpunkt einen Eisenmangel. Das habe ich während einer Infektwelle per Blutentnahme auch überprüfen lassen.

Es gibt eine Reihe eisenangereicherter Babysäfte . Während einem diagnostizierten Eisenmangels unterstützen diese Säfte sicherlich die Eisenaufnahme – ersetzen aber nicht die verordneten Eisentropfen. Aus Vorsorge würde ich die Säfte als Durstlöscher nicht empfehlen, da sie eine gewisse “Süßabhängigkeit” beim Kind machen. Ich bleibe bei meinem Rat Wasser und Tee sind die besten Durstlöscher.

Vegetarische Ernährung eines Babys und Kleinkindes sollte auch immer so gestaltet sein, dass Kinder später die freie Wahl haben bezüglich ihres Essens. Es gibt Kinder die haben ein großes Fleischbedürfnis. Und wer möchte entscheiden es besser zu wissen als die natürlich Intuition eines Kindes es vermag?
Es ist am Ende die Frage der Qualität des Fleischeinkaufes die entscheidend bei den Eltern liegt.

Ich wünsche eine gute Erfahrung mit dieser Ernährungsform und kann nur ermuntern, zumindest den Speiseplan häufig mit vegetarischer Kost zu beleben.

Ute Hein

Spinat in der Familienküche

Spinat

Zartes Frühlingsgemüse vielseitig zubereiten / April 2012

(aid) – Jetzt können Feinschmecker wieder frischen Spinat aus der Region genießen. Im Frühling ist das aromatische Gemüse besonders zart und lässt sich hervorragend als Salat zubereiten – etwa in Kombination mit Tomaten, Oliven und Schafskäse. Blattspinat schmeckt aber auch als Füllung in der Lasagne und in Teigtaschen, im Auflauf und Gratin, im Pesto, im Gemüsekuchen und in der Suppe. Als Beilage zu Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten kann es mit Kartoffeln, Reis oder Nudeln kombiniert werden.

Die Zubereitung ist schnell und einfach. Frischer Spinat wird gründlich in kaltem Wasser gewaschen und die äußeren Blätter und dicken Stiele werden entfernt. Dann wird das Gemüse im Topf kurz bei mäßiger Hitze erwärmt bis es zusammenfällt und schließlich mit etwas Salz, Pfeffer, Knoblauch oder Muskat und ein bis zwei Esslöffeln Naturjogurt verfeinert. Achten Sie beim Einkauf auf Frische und Qualität. In ein feuchtes Tuch eingewickelt hält sich Spinat im Kühlschrank zwei Tage.

Spinat enthält von Natur aus viel Nitrat, das im Lebensmittel oder im Körper in gesundheitsschädigende Stoffe umgewandelt werden kann. Die Entstehung dieser Stoffe wird durch langsames Abkühlen von Speisen, Lagern bei Zimmertemperatur und durch erneutes Aufwärmen begünstigt. Aus diesem Grund gehören Speisereste direkt nach der Zubereitung in den Kühlschrank.

Für Säuglinge und Kleinkinder ist aufgewärmter Spinat nicht geeignet. Der jetzt erhältliche Sommerspinat enthält weniger Nitrat als Spinat im Winter und auch Freilandware ist geringer belastet als Gemüse aus dem Gewächshaus. Blanchieren und Kochen senkt den Nitratgehalt, wobei das Kochwasser entsorgt werden sollte.

Heike Kreutz, www.aid.de

Verzicht auf Fleisch schon die Umwelt (aid)

Vegetarische Ernährung
Verzicht auf Fleisch schont die Umwelt
(aid) – Der negative Einfluss der Nutztierhaltung auf die Umwelt wird durch intensive Untersuchungen immer deutlicher. Die FAO, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN, hat bereits 2006 die Auswirkungen des weltweit steigenden Fleischkonsums auf Aspekte wie Umweltverschmutzung, Klimaveränderung und Biodiversität zusammenfassend aufgezeigt.
Die Aktivitäten, die zur Erzeugung tierischer Lebensmittel notwendig sind, verursachen demnach 18 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen. Betrachtet man nur den Landwirtschaftssektor, ist die Viehhaltung für fast 80 Prozent der Emissionen verantwortlich. Bis ein Kilogramm Rindfleisch in der Fleischtheke angeboten werden kann, werden gut 13.000 g CO2-Äquivalente emittiert, für Geflügel und Schwein etwas mehr als 3.000 g. Dagegen entstehen zum Beispiel bei der Herstellung von einem Kilogramm Teigwaren nur 900 g CO2-Äquivalente und für unverarbeitetes Gemüse nur 150 g.
Die Werte für Milchprodukte sind ebenfalls hoch, was an der Aufzucht von Milchtieren und der starken Verarbeitung liegt. Für ein Kilogramm Milch werden 940 g der Klimagase emittiert, für daraus hergestellte Produkte liegen die Werte dementsprechend höher.
Für die Produktion von tierischen Lebensmitteln werden Naturressourcen besonders intensiv genutzt. Viehhaltung und Futteranbau beanspruchen 70 Prozent der globalen landwirtschaftlichen Fläche, allein 33 Prozent des Ackerlandes wird gebraucht, um Viehfutter herzustellen. Der sogenannte “Veredelungsprozess” von der Pflanze über das Viehfutter bis zum verzehrfertigen Fleisch verschwendet enorm viel Nahrungsenergie. Je nach Tierart und Fütterung sind das Verluste von 70 bis 90 Prozent.
Vegetarisch zu leben ist demnach deutlich klimaschonender und nachhaltiger als mit Mischkost, alleine schon dadurch, dass auf Fleisch und Fisch verzichtet wird. Andere Aspekte, wie der Kauf von möglichst unverarbeiteten Produkten und die Bevorzugung von saisonalen und regionalen Waren verbessern die Klimabilanz zusätzlich.
Nora Moltrecht, www.aid.de


 

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Veronika April 27, 2011 um 12:00

Liebe Ute,
Danke fuer Deine tolle Seite mit den vielen hilfreichen Tipps und Informationen. Und Hut ab fuer die konsequente und offensichtlich erfolreiche vegetarische Ernährung Deiner Kinder.
Ich bin noch schwanger – habe also noch ca. 1 Jahr Zeit, bis ich tatsaechlich mein Kind, sollte denn alles gut laufen, einmal anfangen muss, zuzufüttern aber irgendwie beschäftigt mich diese Frage jetzt schon. Ich bemühe mich, mich selber vollwertig zu ernähren (vegetarisch aber inklusive Milchprodukte, wenn auch wenig). – An manchen Tagen gelingt mir das zwar nicht und ich esse doch noch suesses oder gelegentlich auch mal Fleisch aber an vielen Tagen geht es gut. Ich bin mir noch etwas unschluessig, ob ich mein Kind auch vegetarisch ernähren werde oder doch 2-3 die Woche Fleisch dazu gebe. Es wird so oft davon abgeraten, Babies vegetarisch zu ernähren, das verunishcert mich.
Bezüglich der Babynahrung: Ich habe da noch einige Fragen zu Deinen Ausführungen.
1. Du empfiehlst Du Kartoffeln 5 x die Woche aber nur selten Reis oder Nudeln. Das wundert mich, ich hätte Reis (natuerlich Vollkornreis) als glutenfrei und allergiearmes Getreide als mindestens genauso gut wie Kartoffeln erachtet – könntest Du begründen, warum Kartoffeln besser sind?
2.- Haferflocken, Hirseflocken, Reisflocken: ich wollte fragen, ob man hier die fertigen Produkte kaufen muss oder ob ich das auch selber aus dem vollen Getreide flocken bzw. mahlen kann. Ich hatte ausserdem in einem Vollwert-Forum gelesen, dass sie Hirse-Brei auch schon im ersten Jahr empfehlen, Du scheinst ja eher davon abzuraten (ausser den von den Begleistofffen bereinigten Flocken) – was sind denn das für Begleitstoffe?
3.- Wie sieht es eigentlich mit Rohkost aus? Es wird ueberall empfohlen, das Gemüse zu kochen. Dabei soll doch ungekochtes Obst und Gemüse leichter verdaulich sein. Ab wann kann man denn auch rohes Gemüse füttern. (Dein abraten von Obst scheint mir sehr plausibel und spricht mir aus der Seele).
4.- Ab wann kann man eigentlich Hülsenfrüchte zufüttern? Angeblich sollen die ja zu Blähungen führen aber andererseits werden sie doch Vegetariern oft empfohlen, auch wegen Eisen.
5.- Mit Vitamin-C angereicherter Baby-Saft. Ich habe vielfach gelesen, dass man der Nahrung Vitamin C und Fett zugeben soll. Bezügclih des Vitamin Cs bin ich mir nicht sicher, wie man das am besten macht. Am einfachsten waere ja, einfach Zitronensaft dazuzugeben. Ich habe aber auch irgendwoe gelesen, dass Zitrusfrüchte allergen sein sollen und besser nicht im 1. Jahr gegeben werden sollen und das ausserdem die Säure Durchfall begünstigt. Ab wann wuerden Sie Zitronensaft in Babynährung empfehlen?

Fragen ueber fragen. Wuerde mich freuen, wenn Du die Zeit finden wuerdest, sie zu beantworten.
Herzliche Gruesse,
Veronika

Ute Mai 14, 2011 um 19:52

Liebe Veronika,

vielen Dank für Deinen Beitrag, Deine Fragen die ich gerne beantworte (auch wenn es eine Weile gedauert hat)

Zu 1. Kartoffeln sind im Nährwert durch ihre Zusammensetzung deutlich besser als Reis. Außerdem wachsen sie hier in unserer Heimat und müssen nicht importiert werden.
Zu 2. Flocken empfehle ich fertig aufbereitet zu kaufen in Baby-Qualität. Die Kontrolle und möglichen Schadstoffbelastungen der Rohstoffe sind deutlich besser als bei normalen (Bio) Flocken. Außerdem sind sie darmgerecht aufbereitet. Vollkornflocken können, je nach Variante erst mit ca. 2 Jahren gut verdaut und verstoffwechselt werden.
Zu 3. Für Babys ist gekochtes Gemüse und Obst besser verträglich. Rohes Gemüse wenn die kleinen Beißerchen gut arbeiten. Es nutzt nix wenn die Kleinen die Gemüsebröckel schlucken. Frisches rohes Obst kann mit ca. 7 / 8 Monaten auf jeden Fall angetestet werden. Geriebener Apfel, gemuste Erdbeere usw. (BIO bitte)
zu 4. Mit ca. 2 Jahren
Zu 5. Das FKE empfiehlt Baby-Orangensaft. Die Allergene daraus werden kaum mehr diskutiert. Die Allergieprophylaxe-Empfehlungen sind mittlerweile sehr entspannt. Zitronensaft vorsichtig anwenden – wunder Po. Eigentlich wüsste ich nicht wozu man ihn brauchen sollte. Statt Obstsaft zum Mittagessen funktioniert auch Obstmus als Nachtisch unmittelbar danach.

Liebe Grüße Ute

Ulrike Mai 11, 2011 um 12:08

Hallo Ute,
dieses Rezept für vegetarische Babybreie habe ich nun schon mehrfach gelesen. Unser Problem ist nur: Unserer Kleinen (und uns übrigens auch) schmeckt der Gemüsebrei mit Obstsaft nicht. Ganz schlimm findet sie es mit Orangensaft, und auch extramilden Apfelsaft akzeptiert sie nur in Minimengen. Nachmittags isst sie recht gern ihren Getreide-Obst-Brei (meist Hafer mit Apfel und Banane und etwas Mandelmus) – recht das wohl für die Eisen- und Vitamin-C-Versorgung? Oder hast du noch einen anderen Tipp, wie man den Mittagsbrei mit Vitamin C anreichern könnte?
Vielen Dank im Voraus,
Ulrike mit Paulina (9 Monate)

Ute Mai 11, 2011 um 13:50

Hallo Ulrike,
gib einfach ein paar Schlückchen Obstsaft aus der Tasse zum trinken dazu. Das Vit. C aus dem Saft/Obst wird benötigt um das Eisen aus dem Hafer/Hirse zu locken. Daher sollte es dazu gereicht werden. Alternativ ein paar Löffelchen Obstmus als Nachtisch.
Grüßle Ute

Vivien Juni 27, 2011 um 12:55

Super Seite! Hat mir schon sehr geholfen. Genauere Mengenangaben zum Fett und Getreide fänd ich aber hilfreich. Um welche Gläschengröße geht es? Soundsoviel g/100 g wäre gut.
Meiner zb isst nämlich noch LÄNGST kein Gläschen, 40 g sind schon viel :-)

Ute Juni 27, 2011 um 13:06

Hallo Vivien,
Danke für den Hinweis. Ich habe es direkt ergänzt – die Mengenangaben beziehen sich auf 200 g Portionen bzw. 190 g Gemüse-Kartoffel-Gläschen.
Für 100 g einfach die Hälfte und bei den Minimengen die Dein Schatz isst, ist die Milch danach ja noch die Hauptspeise. In dem Fall ist das Angebot ja noch keine MZ.
Fröhliches Löffeln wünscht Ute

Vivien Juli 11, 2011 um 13:09

Hallo Ute,
danke für Deine Antwort und Ergänzung.
Eine weitere Frage hast Du mir damit auch schon fast beantwortet: Du schreibst, was ja an sich logisch ist, dass man mit dem Stillen nach der Mahlzeit etwas warten soll wegen der Eisenaufnahme hemmenden Wirkung. Nun hast Du hier schon vorweg genommen, dass ich wohl noch nach dem Essen stillen darf. Meine Hebamme hat mir das sogar aufgrund neuerer Allergiepräventionsstudien empfohlen. Weißt Du, wie lange ich bei neu eingeführten Lebensmitteln zur Mahlzeit stillen muss, um den allergiepräventiven Effekt zu haben?
Mein Sohn ist nun schon 6,5 Monate alt und ich mache mir doch langsam Sorgen wegen des Eisens. (Meine Kinderärztin muss ich gar nicht fragen, für die ist Fleisch das einzig wahre und sie sagt sogar, ich solle das Getreide weg lassen, da er zu Verstopfung neigt [was soll man da noch zu sagen..?])
Falls Du dazu auch nichts genaues weißt – demnächst gehe ich direkt zur Ernährungsberatung, falls die Dame dazu etwas sagen kann, gebe ich die Info hier weiter!
Liebe Grüße, Vivien

Ute Juli 11, 2011 um 21:42

Liebe Vivien,
die neuesten Allergiepräventionsstudien haben nichts mit dem Eisenbedarf zu tun. Außerdem empfehlen diese die Beikost möglichst vor dem 6. Monat zu beginnen. Und es kann eine Zutat pro Woche eingeführt werden. Und dazu sitllen musst du nur am Anfang wenn die ersten zwei, drei Zutaten eingeführt sind und die Menge noch nicht ausreicht. Muttermilch bereitet in jedem Fall immer optimal auf die Beikost vor da sie alles dem Kind bietet an Kontakt dass es braucht um mit der Beikost klarzukommen. Ja, man kann sogar mit Beginn 5. Monat starten, nach den neuesten Studien.
Bei den Breien, wegen der stuhlauflockernden Wirkung, kann ich Dir den Aptamil Milchbrei mit GOS/FOS empfehlen. Beim Mittagessen Hafer- oder Hirseflocken als Zutat. Hast Du ja gelesen. Ich schätze dass das Mittagessen gut 2 – 3 Std. im Magen verweilt. Und in dieser Phase dürfte die EIsenresorption auch stattfinden.
Liebe Grüße Ute

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