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Im 2. Lebenshalbjahr wird in aller Regel der Milch-Getreide-Brei als sättigende Abendmahlzeit gefüttert.

Über die Einführung der Milchbreie lies bitte unter Beikost I nach. Dort finden sich auch erste Brei-Rezepte als Alternative zu den Fertigbreien!

Nach den ersten Brei-Versuchen, möglichst mit glutenfreien Varianten,

  • Reis
  • Mais
  • Hirse
beginnt nun die Phase die sättigenden glutenhaltigen Getreidearten einzuführen. Dazu gehören
  • Weizen
  • Hafer
  • Roggen (spielt erst beim Brot eine richtige Rolle)
  • Gerste (spielt kaum eine Rolle)

Theoretisch dürfen Weizengrießbreie, Zwiebackbreie und Haferbreie ab dem 5. Monat gefüttert (verkauft) werden. Im Sinne der Allergieprophylaxe erscheint es für alle Kinder sinnvoll mit den glutenfreien Getreidearten zu warten bis nach dem 6. Monat.

Von Allergologen hört man vermehrt die Empfehlung (z.B. Charité Berlin) mit Weizen und Hafer erst nach dem vollendeten 8. Monat zu beginnen, wenn in der Familie Allergien vorliegen.

Ich halte es für sinnvoll, egal zu welchem Zeitpunkt Weizen etc. eingeführt wird, dies immer bewusst und als "Monogetreide" zu verwenden. D.h. nach glutenfreien Breien nicht sofort mit Müsli-Breien oder 7-Korn-Getreidebrei loslegen

Geheimtipp:   "Traumküsschen" eine wunderschöne Schlafmusik entdeckt bei Schlaflieder.com. Folge dem Link und höre rein in die Musik. Während dem Abendritual kann die CD im Hintergrund leise abgespielt werden. Kurz vor dem letzten Lied sollte das Einschlafritual beendet sein und die Eltern das einschlafende Baby/Kind alleine lassen. So kann es sanft und entspannt in den Schlaf gleiten.

 

Milchfertigbreie

Wie in Beikost I beschrieben halte ich die meisten Milch-Fertig-Breie für optimal in der Zusammensetzung. Für diese Produktgruppe gibt es genaue Vorgaben - an welche sich die Hersteller halten müssen. Es wäre wünschenswert, dass Zwischenmahlzeiten und das Gläschen-Mittagessen ähnliche Vorgaben erfüllen müssten. Dennoch ist gerade der Milch-Fertig-Brei häufig "beschimpft" - nach meiner Erfahrung, weil teilweise Kristallzucker eingesetzt wird. Hier hilft Packungen genau durch zu lesen, und die Zutatenlisten zu studieren.

Verboten in Babynahrung sind:

  • Konservierungsstoffe
  • künstliche Aromen
  • Farbstoffe

Gut zu wissen: Der Zuckerzusatz  ist genau geregelt auf 100 kcal dürfen max. 1.2 g Kohlenhydrate extra zugesetzt sein (neben den in den Rohstoffen befindlichen Kohlenhydraten). (Beikost-Richtlinien unter Beikost I beschrieben)

Auch im 2. Lebenshalbjahr empfehle ich auf die Zutat "Folgemilch" in den Breien zu achten.

Getreideflockenbrei mit Babynahrung

ist eine Alternative zu den Milch-Fertig-Breien. Ich empfehle Instantflocken die nicht gekocht werden müssen. Anzurühren mit Babynahrung oder Muttermilch.

  • Bio Getreidebrei Haferflocken
  • Bio Getreidebrei Dinkelflocken
  • Bio Getreidebrei Grieß (glutenfrei)
  • Bio Getreidebrei 3-Korn
  • Bio Getreidebrei 7-Korn
Echter" Weizen- und Dinkelgrieß, wie er im normalen Regal angeboten wird, muss meistens gekocht werden, und ist deshalb weniger geeignet. Achte einfach auf die Packungsanweisungen!

 

Brei

mengen

alt

Wie viel ein Kind zum Abendessen braucht hängt natürlich einmal vom Alter und zweitens vom Temperament und Appetit des Kindes ab. Hier sind Orientierungswerte:

  • 6./7. Monate ca. 200 - 220 g
  • 8. - 10. Monate ca. 220 - 250 g
  • 11. Monat und älter mind. 250 g

Milch-Getreide-Brei können kleine Mengen Obstmus enthalten. Dieses sollte allerdings nur als Geschmacksvariante eingesetzt werden. Die Kombination Milch & Getreide ist entscheidend - nicht nur die Menge.

Produktinfos zu Bioland-Gläschen um die Breie mit Obstmus anzureichern.

  

Kombi-Mahlzeiten

Es gibt Babys  die abends sehr ausgepowert und müde sind. Diese Kinder abends mit Brei zu füttern ist häufig ein Kraftakt. Hier könnte eine Kombi-Mahlzeit ideal sein.

Diese Möglichkeiten einfach ausprobieren

  • Milch-Getreide-Brei generell zu einer anderen Uhrzeit füttern - den altersgerechten Speiseplan dabei beachten
  • 19.00 Uhr kleine Portion Brei z.B. 120 g plus 20.00 Uhr eine komplette Brust- oder Flaschenmahlzeit hinterher bis das Baby satt ist

 

Brei aus der Flasche

halte ich für keine gute Alternative. Die Breiverdauung beginnt im Mund mit dem einspeicheln des Breies. Hier bereits wird dank der Amylase der erste Verdauungsschritt durchgeführt. Gibt man den Brei etwas verdünnt in eine Flasche entstehen folgende Situationen

  • der Flaschenbrei wird "ungekaut" und ohne Speichel geschluckt, der erste Verdauungsschritt nicht vollzogen
  • das Sättigungsgefühl setzt zu spät ein - es trinkt sich schneller als dass gelöffelt wird - damit rutscht man schnell in den Bereich "zuviel gegessen" mit den Folgen Bauchschmerzen & Überernährung (dicke Kinder).

Sollte die abendliche Breimahlzeit überhaupt nicht funktionieren wollen, gibt es nach dem 8. Monat die Möglichkeit eine 3er Nahrung zu füttern.

Frischmilch-Getreidebrei

Frischmilch-Verwendung im 1. Lebensjahr findet nicht meine Zustimmung oder Begeisterung. Als Mutter eines Kindes mit schwerer Milchunverträglichkeit im frühen Kleinkindalter halte ich es mit den Aussagen der Allergologen, dass Frischmilch und Frischmilchprodukte im ersten Lebensjahr gemieden werden sollten. Das Kuhmilcheiweiß ist relativ schwer verdaulich (im Vergleich zum goldenen Standard Muttermilch), sehr grob in der Ausflockung im Magen, und enthält bei weitem nicht alle Bestandteile die Babys zur Entwicklung brauchen (z.B. Eisen, Jod). Es sättigt gut - liegt aber vielen Kindern schwer im Magen, was nicht selten zu unruhigen Nächten führt. 

 

Juniorbreie

sind Breie mit kleinen Stückchen drin oder etwas gröberen Flocken. Sie regen zum kauen an. Nicht alle Babys mögen stückige Breie. Verstehe diese 8.Monatsbreie oder Flocken einfach als zusätzliches Angebot. Es ist kein "muss". Schließlich schieben die Backenzähne erst nach dem 1. Geburtstag .....

4 und 6-Monatsbreie können einfach mengenmäßig erhöht werden. Ihr Energie-, Vitamin- und Nährstoffgehalt ist auch für ältere Kinder ausreichend.

 
Asante
Kuschelengel
www.jako-o.de