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Milch & Getreide

sind die wichtigsten Bestandteile eines jeden Tagesbeginns.

Milch

Trinkt dein Baby/Kleinkind morgens noch gerne die Flasche? Das kannst du ruhig erst einmal beibehalten. Bei einer ordentlichen Zahnpflege (siehe unter Zahnen kommt Zahnpflege) und der Vermeidung von Dauernuckeln sehe ich kein Problem. Getränke bitte jetzt (spätestens) aus der Tasse! Du kannst bei den 2er und 3er Babymilch-Nahrungen bleiben damit ist dein Kind optimal versorgt.

Vorteile der Babynahrung im Kleinkindalter

  • zuverlässige Mahlzeit und Kalorienlieferant denn es stehen die ersten Krankheiten, Backenzähne und Trotzphasen ins Haus. Alles Gründe die mit "Nahrungsverweigerung" phasenweise einhergehen können!
  • Eisen, Jod und andere Spurenelemente
  • schadstoffkontrolliert
  • da niedriger Eiweißgehalt, kann die Babynahrung bei z.B. Krankheitsphasen auch 3 oder 4 mal täglich gegeben werden - normale Milch sollte nicht mehr als 300 - 350 ml gegeben werden. Jedes Mehr belastet das kranke Kind eher.

Wenn du zum ersten Geburtstag hin abgestillt hast, wird sich dein Kind kaum bewegen lassen auf eine sämige 2er oder 3er Milch aus der Flasche umzusteigen. Für diese Kleinkinder und die Flaschenkinder welche selbst die Flasche verweigern bietet sich an die

  • Milupino Kindermilch im 1 l Pack oder
  • Milumil Kindermilch prebiotisch einzuführen. Diese Kindermilch(en) begeistert mich vom Konzept her. Folgende Vorteile bietet sie gegenüber der normalen Milch
  • niedriger Eiweißgehalt ---> es darf also auch mal mehr als 400 ml gegeben werden 
  • Calciumgehalt wie bei der normalen Milch
  • Eisen - 20 mal mehr als in normalen Milch
  • Jod, Vitamine wie Bedarf des Kindes
  • schadstoffkontrolliert (ein absolutes Plus gegenüber der normalen Molkereiprodukte, sind der Einsatz von Medikamenten, Importfutter, dadurch Pestizide usw. doch fast selbstverständlich)
  • ich kann damit kochen
  • und für uns ganz wichtig, mein Sohn mit seiner Kuhmilchunverträglichkeit kann davon 300 ml (seine individuelle Menge) zu sich nehmen ohne mit Hautproblemen zu reagieren!

Nach "Getreide" folgt ein persönlicher Erfahrungsbericht mit Milch - aufgrund dieser erfahrenen und durchlittenen Situation komme ich zur oben genannten Empfehlung !Eine sehr häufig an mich herangetragene Frage betrifft die Vollmilch im 1. Jahr. Warum sollte Vollmilch nicht aus der Flasche gegeben werden?

Das FKE (Forschungsinstitut für Kinderernährung) empfiehlt ab 10. Monat schluckweise Vollmilch aus der Tasse einzuführen. Nicht in der Flasche!
Der Hintergrund ist einfach. Vollmilch hat teilweise den doppelten Eiweißgehalt wie Babynahrung und fast die dreifache Menge wie Muttermilch. Die Nieren des Kindes sind erst mit frühestens 18 Monaten ausgereift und damit für große Eiweißmengen "geeignet". Früher kannte man (als die Vollmilchflaschen noch die Regel waren) u.a. ein Krankheitsbild des Darmblutens mit Folge von hohem Eisenmangel des Babys. Das Darmbluten wurde durch das Zuviel an Eiweiß ausgelöst.
Vollmilch selbst wird ja nur empfohlen wegen dem Kalzium. Mit einem Jahr reicht die Menge von 330 ml Vollmilch - aus der Tasse - um den Kalziumbedarf abzudecken. Mehr Milch belastet den Organismus und "verdirbt" den Hunger auf normale Tischkost. Denn Milch macht auch satt. Und ist in der Zusammensetzung nach wie vor für die Kälbchen. Fehlende Mikronährstoffe, zu wenig Lactose, zuviel Eiweiß, kein pflanzliches Fett .... usw.

Flaschenkinder trinken in der Regel 180 - 240 ml oft zweimal am Tag. Morgens und abends. Und wenn das Baby/Kleinkind von der Babynahrung auf Vollmilch umgestellt wird sollte dies aus der Tasse erfolgen. Zumal nach FKE das Trinken aus der Flasche ab einem Jahr überflüssig ist.

Dass es dazu Widersprüche gibt - führe ich ja häufig auf meinen Seiten an.
1. Vollmilch im 1. Jahr erhöht das Allergierisiko
2. DGE (Deutsche Gesellschaft der Ernährung) ist gegen Vollmilch im 1. Jahr.
3. Die Ernährungskommission der Deutschen Kinderärzte ist gegen Vollmilch im 1. Jahr
4. Die WHO sagt 2 Jahre sollte gestillt werden. Das passt einmal zum Saugbedürfnis der Kleinkinder und auch zur Nierenfunktion. Daher ist meine persönliche Forderung
Vollmilch auch über den 1. Geburtstag hinaus nicht zu geben Entweder wir nehmen das Vorbild Muttermilch ernst - sowie die Fähigkeit des Organismus und die Bedürfnisse (saugen) der Kinder - und dann muss zwangsläufig auf Kuhmilch verzichtet werden. Das gilt auch für die Allergieprophylaxe.

Es ist geradezu unsinnig (nach meiner Erfahrung und Überzeugung) z.B. 1 Jahr zu stillen oder HA zu füttern um dann "Knallauffall" Milch, Ei, Milchprodukte, usw. zu essen zu bekommen. Und hier besteht noch echter Aufklärungsbedarf. Die Empfehlungen des FKE sind in vielen Punkten für mich nicht nachvollziehbar.

 

  von Dagmar von Cramm ein Klassiker

 

Getreide

Nachdem das Kleinkind in der Früh seine Flasche getrunken hat, darf es mit den Eltern gerne eine Tasse Tee und eine kleine Scheibe Butterbrot frühstücken. Gewöhne deine Kind von Anfang an, das etwas dunklere "Bauernbrot" zu essen. Es sollte weder Weißbrot noch Vollkornbrot sein. Das eine ist wenig wertvoll, das andere noch zu schwer verdaulich. Brotmehl soll ruhig dunkel sein, aber ausgemahlen.

Brotbeläge zum Frühstück Butter oder Margarine, ein Strich Marmelade oder Apfelmus oder Honig. Fange am besten mit Butter an, das selber Essen will geübt werden, Marmelade usw. klebt genial! Wurst und Käse Kommentare siehe Abendessen!

Eine weitere Alternative wäre auch (für Flaschenverweigerer und schlechte Kauer) einen  Milchfertigbrei oder einen Bio Getreidebrei 7-Korn  anzurühren.

Rezept: 150 g erwärmte Milupino-Milch  (oder gekochte normale Milch) und 7-Korn-Getreidebrei (zuckerfrei) nach Gefühl hineinrühren.

Haferflöckchen & Co . sind auch heute noch gesund! Solange dein Kind noch wenig mit Backenzähne ausgestattet ist nimm die Babys Haferflocken zartschmelzend. Später kann dann auf die normalen Köll´n Flocken umgestellt werden. Ein leckeres Rezept:  Haferflocken nach Bedarf, eine halbe fein geschnittene Banane, etwas Zucker & Zimt und mit Milupino aufgießen. Das liebt unser Julian heute noch! Einfach, und gesund.

Die Müsli- und Frühstücksflocken Auswahl ist mittlerweile sehr groß. Nur von Baby-Herstellern wird noch eine gewisse Schadstoffkontrolle nach Diätverordnung gewährleistet. Der Ruf verpflichtet. Anbieter wie Kelloggs, haben zwar interne Kontrollen, aber hier geht es in erster Linie um Geschmack. Fängt man mit den (zu süßen) Flakes erst einmal an, ist es schwierig auf die gesünderen, weniger süßen, Varianten umzustellen.

Und nun zu meiner/unserer persönlichen Erfahrung mit der Umstellung von Flasche auf Frischmilch ...

 

Erfahrungsbericht Frischmilch bei Kleinkind

Häufig besteht zum 1. Geburtstag des Kindes der Wunsch (oder das Drängen Anderer) auf normale Milch umzustellen. Ich möchte hier gerne meine eigene Erfahrung als Beispiel anbringen. 

Mein erster Sohn, Stefan, wurde von mir mit 15 Monaten von seiner geliebten Milumil-Flasche auf Biomilch aus der Tasse umgestellt. Von da an, hatte er oft Durchfall (zunächst vermuteten wir die Backenzähne als Verursacher) und verweigerte dann nach einigen Wochen sämtliche "weiße" Nahrungsmittel. Käse welchen er bis dahin mit Begeisterung gegessen hatte würgte er hoch, Milch aus der Tasse rührte er nicht mehr an, und auch die Flasche welche ich aus Verzweiflung wieder vorkramte lehnte er ab. Quark & Pellkartoffeln ein geliebtes Essen, reduzierte sich auf Pellkartoffeln mit Nix. Er verweigerte Brot wenn nur ein Hauch von Butter darauf war usw. Es hat lange gedauert, bis wir die Bestätigung hatten, das Kind hat eine Milchunverträglichkeit. Spezialnahrungen auf Sojabasis nahm er auf Grund seiner schlechten Erfahrungen mit "weißem" aus der Tasse nicht an, und die Meidung von "weißen Nahrungsmitteln" hielt sich über 3 Jahre !!! Es gab eine Ausnahme, Schafskäse. Ich ernährte unser Kind 3 Jahre lang mit Brot und Schafskäse .... als Abendessen. Ein denkbar schlechter Calciumlieferant.

Das Resüme aus der Geschichte, unser zweiter Sohn Julian (Gott sei Dank pumperlgesund) bekam ab dem 12. Monat bis zum Alter von 2 Jahre und 6 Monate seine Flasche - und ließ sie sich dann auch leicht abgewöhnen. In dieser Zeit wurde auch die Kindermilch von Milupa im Markt eingeführt. Über die kleinen Trinkerle (200 ml) bekam ich dann auch unseren Großen wieder zur Milchakzeptanz. Da es sich um eine Milchunverträglichkeit und keine Allergie handelte, konnte ich ihm diesen Versuch zumuten - und wir haben nun eine individuelle Menge für ihn gefunden. Übrigens, als Schulkind wird Junge ja genötigt "normale Milch" zu trinken und nicht den "Babykram". Bisher büßte er (leider) jeden seiner echten Milchversuche  mit juckenden Hautausschlägen.

Neu: Nun ist Stefan 9 Jahre, und kann problemlos normale Milch trinken oder zum Müsli anrühren verwenden. Joghurt, Quark und Käse isst er nach wie vor nicht.

Und mit fast 16 Jahren mag er immer noch keinen Käse, Butter, Joghurt, Quark etc. aber seine Milch am Morgen vor der Schule trinkt er gerne und problemlos. 

 

Umstandsmode
Nabelschnurblut