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Informationen zu Vitamin K 1, DHA und Vitamin D in der Stillzeit

Für Stillende und Schwangere gilt in besonderem Maße, dass auf die Zufuhr von essentiellen Spurenelementen geachtet werden muss. Essentiell wird es deshalb genannt, weil es nicht vom Organismus selbst hergestellt werden kann, sondern mit der Nahrung aufgenommen werden muss.

Jod ist ein Spurenelement, was für unser Leben unentbehrlich ist. Fehlt Jod, produziert die Schilddrüse zu wenig Hormone. Der Bedarf an Jod für Schwangere und Stillende beträgt 200 ug/Tag (Millionstel Gramm = ug). Die Schilddrüsenhormone bestimmen, wie viel Energie umgesetzt wird. Sie sind auch für Wachstum und Entwicklung notwendig.

 

Ein Jodmangel ist bereits ein Risikofaktor für die Einnistung des befruchteten Eies. Unter Jodmangel steigt die Rate von Aborten und Totgeburten, sowie Fehlbildungen, und bei Frühgeborenen treten Entwicklungsverzögerungen auf.

Bei Neugeborenen, Säuglingen und Kleinkindern reichen die Auswirkungen eines Jodmangels von Störungen der Gehirnreifung, verzögerte Skelettreifung, Hördefekte, zurückbleiben des Wachstums und Entwicklungsverzögerungen.

Eine kleines Spurenelement mit einem hohen Risiko - wenn es mit der Versorgung nicht stimmt.

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Empfehlungen zur Jodmangelprophylaxe

Schwangere und Stillende

sollten deshalb nach Feststellung der Schwangerschaft bis zum Abstillen täglich 200ug Jodid als Tablette, Brausepulver etc. einnehmen.

Neugeborene und Säuglinge

entscheidend für die Jodversorgung des jungen Säuglings ist der Jodgehalt der Muttermilch (bzw. der Säuglingsflaschennahrung) - die Jodid-Zufuhr der Mutter hat direkte Auswirkungen aufs Kind.

Weitere Empfehlungen

bulletbeim Baby - nach Einführung der Beikost sollte eine der Breimahlzeiten aus jodangereicherten Getreideprodukte hergestellt/zubereitet werden (Milchfertigbrei ist o.k.)
bulletregelmäßiger Verzehr von Milch und Seefisch ab Kleinkindalter
bulletausschließliche Verwendung von Jodsalz im Haushalt
bulletVerwendung von mit Jodsalz hergestellten Lebensmitteln, besonders Brot und andere Backwaren

Mehr Infos dazu unter www.jodmangel.de

 

Neue Ernährungsempfehlungen für Schwangere und Stillende

Der Ernährungsexperte Prof. Berthold Koletzko  (Dr. v. Haunerschen Kinderspital der LMU München und Vorsitzender der Deutschen Ernährungskommission) empfiehlt Schwangeren ab der 25. Schwangerschaftswoche und Stillenden die regelmäßige Zufuhr von fettem Seefisch. Mit dieser fischreichen Ernährung wird dem Körper vor allem Decosahexansäure (DHS), eine langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäure, zugeführt. DHS wird über die Placenta (Mutterkuchen) oder über die Muttermilch an das Baby weitergegeben.

DHS hat einen guten Einfluss auf das wachsende Gehirn und seine Entwicklung. Mehr wissenschaftliches zum Thema bitte hier weiterlesen. Bekannt sind diese Aussagen schon aus der Muttermilchforschung für Frühgeborene und Neugeborene. Und es ist gut dass die Forschung weitergeht und die Erkenntnisse nun schon bei Schwangeren umgesetzt werden können. Zum Wohle der Kinder. LCPs sind hierzu das Stichwort.

Diese Fischsorten sollten Schwangere und Stillende regelmäßig essen (2 mal die Woche)

bulletMakrele
bulletLachs
bulletHering

Gibt es auch eine Alternative dazu falls die (werdende) Mutter keinen Fisch essen mag?

Ja, es gibt spezielle Produkte in der Apotheke für Schwangere und Stillende zu kaufen. Zum Beispiel "NeoVin plus DHA " ein Kombipräparat.

 

 

Vitamin K 1

Alle Kinder sollten eine Vitamin-K-Prophylaxe zur Vorbeugung (Prävention) von Vitamin-K-Mangelblutungen erhalten. Hierbei handelt es sich typischerweise um Hirnblutungen, welche häufig erst im älteren Säuglingsalter entstehen - aufgrund des Mangels an Vitamin K

Gesunden Neugeborenen werden 2 orale Dosen  à 2 mg Konakion in der Geburtsklinik gegeben. Eine weitere orale Vitamin-K-Gabe erfolgt bei der U3

Die Vitamin-K-Gabe hat zur Abnahme der Häufigkeit schwerer Blutungen (auch Hirnblutungen) geführt.

Bei Frühgeborenen und traumatisierten Neugeborenen werden nach medizinischer Indikation (Zustand des Kindes) die Gaben verordnet.

 

Fluorid/Vitamin D

"Für Kleinkinder unter 2 Jahren bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr, ist die Gabe von Fluorid in Kombination mit Vitamin D in Tablettenform zur Karies- bzw. Rachitisprophylaxe unverzichtbar......"

Das ist die Aussage der Deutschen Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin

Gesunde Säuglinge sollten die 500 I.E. Tabletten bekommen, bei Frühgeborenenkindern wird zumeist die 1000 I.E. empfohlen.

 

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