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Kinderernährung. Die Mittagsmahlzeit wird zum Ende des Säuglingsalters und Beginn des Kleinkindalters langsam von der Glaskost umgestellt zum Selbstgekochten.

Auch im 2. Lebensjahr hat das Kind noch keine ausgereifte Nierenfunktion, der Darm ist nach wie vor mit z.B. Frischkorn überfordert, da ihm die entsprechenden Verdauungsenzyme fehlen, und die Zähne sind meist erst zum Ende des 2. Lebensjahres komplett.  Die Backenzähne, auch Mahlzähne genannt, übernehmen dann erst die wichtige Funktion des richtigen Kauens.

Kleine Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, und dementsprechend sollte auch das Mittagessen vor- und zubereitet werden!

Ich habe in der Übergangsphase zum "normalen" Mittagessen zum einen immer wieder auf Gläschen wie Rahmspinat oder Möhren zurückgegriffen, und zum anderen, mir selbst ein absolut salzarmes Essen angewöhnt. Man glaubt es kaum, aber mit der Zeit bekommt man richtig neue Geschmackserlebnisse.

Spätestens jetzt lohnt es sich, sich mit der Qualität der eigenen Rohstoffe (Essenszutaten) auseinander zusetzen. War das erste Lebensjahr dank der industriellen Babykost ein "schadstoffarmes" Jahr fürs Kind, und damit ein guter Start - schließlich werden Schadstoffe über Jahre im Fettpölsterchen eingelagert - so wird nun durch deinen Einkauf bestimmt, wie es mit der Schadstoffbelastung in den Lebensmittel weitergeht. Und nicht nur was auf den Tisch kommt ist für die Entwicklung unserer Kinder wichtig - wir wollen ihnen doch auch eine gute Umwelt hinterlassen - oder? 

Jedes Mittagessen sollte möglichst frisch gekocht werden, und vor dem würzen oder überbacken wird die Kinderportion entnommen.

Zutaten für ausgewogene Mittagmahlzeiten

bullet 4 - 5 mal die Woche Kartoffeln
bullet 1 - 2 mal (Vollkorn)Reis
bullet 1 mal Vollkorn-Nudeln gerne die Hellen
bullet Gemüse der Saison (siehe weiter unten)
bullet 3 mal Fleisch (Bio) oder aus dem Gläschen von den Babynahrungsanbietern
bullet 1 Ei
bullet 1 mal Fisch (Fluss- und Seefisch im Wechsel)
bullet Gemüsebrühe z.B. von Egle zum würzen
bullet Maiskeim-, Sonnenblumen-, Raps- oder Distelöl z.B. von Rapunzel
bullet frische Kräuter nach Saison

Nach wie vor lieben es die Kinder wenn sie immer wiederkehrende Geschmackserlebnisse haben. Die große Abwechslung ist meist nicht nötig.

Kartoffeln: sollten zum Hauptnahrungsmittel werden. Sie haben sehr viele Vitamine, und sind eine optimale Grundlage für fast jedes Mittagessen.

bullet Pellkartoffeln
bullet Schnippelkartoffeln (in wenige Gemüsebrühe gegart)
bullet Kartoffelbrei (mit dünner Gemüsebrühe und wenig Milch)
bullet KEINE Bratkartoffeln
bullet KEINE Pommes

noch mehr Infos rund um die gesunde Knolle hier

Scharf Gebratenes (auch Fleisch), Frittiertes, und Gegrilltes ist NICHT für Kindermägen geeignet. 

Gemüse: Broccoli, Blumenkohl blähen nicht, wenn du sie "auf den Punkt garst". D.h. diese Gemüsesorten auf keinen Fall "verkochen" also zu weich kochen, weil dadurch die Blähstoffe erst freigesetzt werden.

Erbsen, Mais, Paprikastückchen garen in wenig Wasser oder Mikrowelle - findest du sie in der Windel wieder, noch ein wenig damit warten.

Zucchini, Fenchel, Karotten, Pastinaken, Spinat bleiben dem Kind auch weiterhin erhalten.

Vollkornnudeln: sind deutlich wertvoller als normale Nudeln, und hier besteht die echte Chance, die Kinder an gesundes Essen von Anfang an zu gewöhnen. Mit drei oder vier Jahren wird ein Kind die dunklen Nudeln (vom Aussehen) nicht mehr wollen; es sei denn, es kennt sie von Anfang an.

Fleisch: wird dreimal in der Woche empfohlen, u.a. zur Abdeckung des Eisens. Ich rate dringend zu Bio-Fleisch oder den Hipp-Gläschen; das Tier ist das letzte Glied in der "Schadstoffkette" verursacht durch uns Menschen. Von Medikamenten  bis hin zu Düngemittel und Insektiziden ist eigentlich alles im Fleisch - und dann bei uns auf dem Teller .....

Ei: einmal die Woche im 2. Lebensjahr, ein zweites Ei darf im dritten Lebensjahr eingeführt werden. Das ist nicht viel, und sollte deshalb überlegt auf den Tisch kommen. Bei Mittagessen bietet es sich an als Rührei mit Kartoffeln und Gemüsebeilage.

Fisch: Seefisch und Flussfisch sollte im Wechsel angeboten werden. Der Seefisch hat einen hohen Jodanteil, aber ist auch teilweise durch Schadstoffe stark belastet - leider; deshalb der Wechsel mit Flussfisch. Fischstäbchen, ein beliebtes Kinderessen, erfüllt weniger den Zweck des Fischessens. Vor allem die gewürzte Panade, welche auch ordentlich Fett zieht, ist wenig gesund.

Öle: Eine Mahlzeit besteht aus Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett. Wird Fleisch oder Fisch zur Mahlzeit gereicht, ist meistens auch genügend Fett am Essen. Bei den Vegetarischen Mittagessen, muss das Fett/Öl zugesetzt werden. Ein Esslöffel Öl oder 10 g Butter dürfen es sein. Vorteil bei o.g. Ölen sind die ungesättigten Fettsäuren. U.a. Linolsäuren und die Linolensäure (Haut- und Nervenzellfunktion); alle Fette sind zum einen Kalorienträger, und zum anderen wichtig für die fettlöslichen Vitamine.

Zuviel versteckte Fette interessanter Artikel vom aid bzw. FKE

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Ute

 

Interessante Pressemeldungen

"Glückliche Rinder auf Schweinekotelett-Verpackung"
Verbraucherzentralen fordern Transparenz in Sachen Tierhaltung
 

(aid) - "Billigpreis-Kampagnen gefährden Tierschutzstandards" so klagte vor ein paar Tagen der Deutsche Bauernverband und forderte die Verbraucher auf, bereit zu sein einen höheren Preis zu zahlen. Das ist richtig und völlig nachvollziehbar, wenn man sich die niedrigen Erträge ansieht, mit denen Landwirte um ihre Existenz kämpfen müssen. Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg, sieht aber noch ein weiteres Problem: "Die Verbraucher haben praktisch keine Möglichkeit, sich beim Einkauf für mehr Tierschutz durch artgerechte Haltung und damit für eine bessere Qualität zu entscheiden".
Dies belege eine aktuelle Stichprobe der Verbraucherzentralen, bei der 44 Kotelettangebote aus den Selbstbedienungstheken eingekauft wurden. Die Preise für das Fleisch schwankten zwischen 2,47 und 7,99 Euro pro Kilo, ohne dass nennenswerte Qualitätsunterschiede für Verbraucher erkennbar waren. Angaben zur Haltungsform gab es gar nicht, stattdessen täuschen mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Anbieter mit bunten Bildern einer "ländlichen Idylle" über die wahren Bedingungen im Schweinestall hinweg. Höhepunkt war das Abbild von weidenden Rindern auf der Verpackung von Schweinekoteletts.
Damit ein tierfreundlicher Einkauf stattfinden kann, fordern die Verbraucherzentralen eine Kennzeichnung der Haltungsform - wie bei den Eiern, damit Fleisch aus artgerechter Tierhaltung von Massenware unterschieden werden kann und dem Verbraucher nicht nur der Preis als Kaufkriterium bleibt.
aid, Harald Seitz  10. August 2005

 

Tiefkühlprodukte - besser als ihr Ruf

Vitaminreiche Alternative zu Frischem

(aid) - Außerhalb der Saison ist es schwierig, Obst und Gemüse erntefrisch
einzukaufen. Tiefkühlprodukte sind eine gute Alternative und bieten Abwechslung im Speiseplan. Die Qualität der Produkte wird oft zu Unrecht in Frage gestellt. Denn das Einfrieren von Lebensmitteln verzögert den Verderb auf schonende Weise: Das enthaltene Wasser gefriert zu Kristallen und hemmt dadurch das Wachstum von Bakterien und Schimmelpilzen. Auch die Aktivität von Enzymen, die für den Abbau von Nährstoffen verantwortlich sind, wird gebremst.

Die Lebensmittel sind je nach Art drei bis zwölf Monate im Gefrierschrank bei minus 18 Grad haltbar. Qualitätsunterschiede sind zwischen tiefgekühlter und frischer Ware kaum erkennbar. Natürlich schneiden erntefrische Gemüsesorten am besten ab, aber durch Transportwege und Lagerung gehen bis zum Abverkauf im Supermarkt Nährstoffe verloren. Tiefkühlprodukte werden sofort nach der Ernte vitaminschonend verarbeitet.

Die Gemüsesorten werden zuerst blanchiert. Das vermindert die Anzahl der Verderbnis- oder Krankheitserreger. Dabei sinkt allerdings der Anteil von Vitamin C um 15 bis 30 Prozent. Hitzestabile Vitamine und Mineralstoffe bleiben erhalten. Anschließend wird die Ware bei minus 70 Grad schockgefroren. Der Vitamingehalt bleibt nun bis zu einer Dauer von zwölf Monaten fast konstant. Wird vergleichsweise frisches Gemüse für nur drei Tage bei Zimmertemperatur gelagert, nimmt das enthaltene Vitamin C um etwa 50 Prozent ab. Und wie "frisch" das Gemüse beim Einkauf war, lässt sich oft schwer beurteilen.

Tiefgefrorenes Obst, Gemüse und Kräuter sind also eine saisonunabhängige Alternative zu frischer Ware. Zu empfehlen ist auch Tiefkühlfisch, der fangfrisch auf dem Schiff gereinigt, bei Bedarf filetiert und dann tiefgefroren wird. Beim Einkauf sollte darauf geachtet werden, die Kühlkette nicht oder nur kurz zu unterbrechen. Bei jeder Unterbrechung leiden wertvolle Inhaltsstoffe und es können sich unliebsame Bakterien vermehren.

aid, Daniela Hähre

 

Antioxidationsmittel

In fast allen Fertigprodukten enthalten

(aid)- Was passiert, wenn geschälte Äpfel oder Möhren ein paar Stunden herumliegen? Sie verfärben sich und werden braun. Chemisch gesehen findet eine so genannte Oxidation statt. Der Luftsauerstoff reagiert mit den Inhaltstoffen der Lebensmittel. Durch die Zugabe von ein paar Tropfen Zitronensaft kann dieses verhindert werden. Die im Zitronensaft enthaltene Ascorbinsäure (Vitamin C) hat eine antioxidative Wirkung.

Ganz ähnlich wirken die Tocopherole (Vitamin E) in den Samen vieler ölhaltiger Pflanzen und Getreidearten. Antioxidantien werden einer Vielzahl von verarbeiteten Lebensmitteln bei der Herstellung zugesetzt, um Oxidationsprozesse zu verhindern. Ascorbinsäure (E 300) schützt z. B. Margarine vor dem Ranzigwerden, viele andere Produkte schützt sie vor Verbräunungen. Ein zusätzlicher Nutzen für den Hersteller: Mit dem Zusatz antioxidativ wirkender Vitamine kann geworben werden, z. B. bei Müsli mit einem Verpackungshinweis auf einen angeblich gesundheitlichen Zusatznutzen wie "reich an lebensnotwendigen Vitaminen". Neben den natürlich vorkommenden Ascorbaten und Tocopherolen zählen Gallate (E 310-E 312)sowie Buthylhydroxianisol (BHA, E 320)zu den synthetisch hergestellten Antioxidantien. Letztere dürfen im Unterschied zu den allgemein zugelassenen Ascorbaten und Tocopherolen nur in begrenzten Mengen verwendet werden. Synthetische Antioxidantien werden ebenfalls bei der Herstellung einer großen Bandbreite von Produkten eingesetzt. Sie sind erlaubt für: 1. Suppen, Brühen, Saucen (Trockenprodukte), 2. Kartoffeltrockenerzeugnisse auf Basis gekochter Kartoffeln, verzehrfertige Kartoffeltrocken-Erzeugnisse, tiefgefrorene, vorfritierte Kartoffelerzeugnisse, 3. Knabbererzeugnisse auf Getreidebasis, 4. Kuchenmischungen, 5. Kaugummi, 6. Fette und Öle für die gewerbliche Herstellung von Lebensmitteln, 7. Verarbeitete Nüsse. Außer den speziell als Antioxidantien gekennzeichneten technologischen Hilfsstoffen wirken noch andere Zusatzstoffe wie Schwefeldioxid, Sulfite und Lecithine antioxidativ.

aid, Ute Gomm

 

Umstandsmode
Nabelschnurblut